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Pachtpreis auf Wohnfläche wäre eine gute Lösung

Zum Bericht „Pachten statt kaufen“ (Regionalteil) und dem Leserbrief „Erbbaurecht eine gute Sache“ von Dieter Schneider:

Herr Schneider hat absolut recht, dass die Erbpachtbeiträge in Höhe von drei bis fünf Prozent des Verkehrswerts wenig attraktiv sind. Bei einem 500 Quadratmeter großen Grundstück, das zum Beispiel einen Wert von 400 000 Euro hat, bezahlt in dieser Konstellation ein Erbpachtnehmer 12 000 Euro jährlich. Der Besitzer eines landwirtschaftlichen Grundstücks bekommt für die 20 mal größere Fläche (ein Hektar), wenn er sie zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet, zwischen 500 und 1000 Euro.

Bei einer Umwandlung von landwirtschaftlicher Nutzfläche zu Bauland, was eine enorme Wertsteigerung bedeutet, könnte eine Gemeinde mit dem Grundstücksbesitzer eine vertragliche Regelung treffen, in der er sich verpflichtet, nicht zu verkaufen, sondern zu einem günstigen Preis zu verpachten, was für Grundstücksbesitzer und Bauwillige eine Win-win-Situation wäre. Darin könnte zum Beispiel vertraglich festgelegt werden, dass der jährliche Pachtpreis 20 Euro pro Quadratmeter gebauter Wohnfläche beträgt.

Ein Pachtpreis auf Wohnfläche hätte den Vorteil, dass nicht nur Häuser, sondern auch Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen gebaut werden könnten. Wenn auf besagtem Hektar dann 3000 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen würden, würde der Grundstücksbesitzer 60 000 Euro jährliche Pacht einnehmen. Der Erbpachtnehmer müsste für 100 Quadratmeter Wohnfläche lediglich 2000 Euro im Jahr bezahlen.

Sicher wird auf Dauer die Mehrheit der Normalverdiener nicht einsehen, dass sie sich trotz harter Arbeit kein Wohneigentum mehr leisten kann. Um einem sozialen Unfrieden vorzubeugen, wäre es höchste Zeit, neue Wege der Wohneigentumsbeschaffung in Verbindung mit einem verdichteten Bauen zu gehen.

Hans Fritz

Bad Endorf

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