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OVB-Forum

„Dritten Weltkrieg verhindern“? Diese Ideen haben die Leser

Teilnehmer einer Friedens-Kundgebung mit einer Fahne „Stop Putin, Stop War“ in den Farben der Ukraine. Viele sehen in Russlands Präsidenten Wladimir Putin mittlerweile einen Massenmörder.
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Teilnehmer einer Friedens-Kundgebung mit einer Fahne „Stop Putin, Stop War“ in den Farben der Ukraine. Viele sehen in Russlands Präsidenten Wladimir Putin mittlerweile einen Massenmörder.

Wie legt man dem „Massenmörder“ Putin im Ukraine-Krieg das Handwerk? Schießen wir uns mit den Sanktionen gegen Russland selbst in Bein?

Lothar Steinert (Kolbermoor): Seit Beginn des Überfalls auf die Ukraine vergeht fast kein Tag, an dem nicht dieser Krieg als Fortsetzung oder Wiederholung von angeblichen Verbrechen unter Josef Stalin hingestellt wird.

Tatsache ist doch, dass dieser Krieg Ergebnis und Ausdruck zweier räuberischer und imperialistischer Systeme im Kampf um Einfluss, Rohstoffe und die Vormachtstellung auf der Welt ist. Der Kapitalismus mit seinem Großmachtstreben ist der wahre Grund für die Kriege der Nato und des jetzigen Russlands, aber nicht eine vorgeschobene Sorge um Wohl oder Sicherheit einer Bevölkerung. Ein sozialistisches Land aber hat kein Bestreben, andere Länder zu überfallen. Dieses Prinzip herrschte in der Sowjetunion unter Stalin und in China unter Mao Tsetung.

Die Absicht der Herrschenden bei uns ist es aber, der Bevölkerung den Sozialismus als Ausweg und Alternative zum Kapitalismus zu verstellen. Dafür betreiben sie Geschichtsfälschung und antikommunistische Stimmungsmache. Der Leserbriefschreiber Herr Rellinghaus aus Mühldorf (7./8. Mai) bringt es allen Ernstes fertig, Josef Stalin und Mao Tse-tung mit dem faschistoiden Putin und nicht zuletzt mit Hitler gleichzusetzen. Und das ohne jeglichen Bezug oder gar Beleg! Für mich ist das Volksverhetzung, nichts anderes. Ein aktiver Widerstand gegen die Imperialisten in Ost und West mit einer starken Friedensbewegung in Einheit mit den Werktätigen bis hin zum Generalstreik ist der einzige Weg, den Kriegstreibern das Handwerk zu legen und einen Dritten Weltkrieg zu verhindern.

„Putin ist Massenmörder“

Dr. Richard Kirchlechner: Mit der Magnetresonanztomografie (MRT) hat man schon vor Jahren in der Hirnforschung gewaltige Fortschritte erzielt. So konnte man auch das Areal für Emotionen und Empathie lokalisieren – es ist der präfrontale Kortex gleich über den Augenhöhlen. James Fallon, Professor für Psychiatrie an der University of California, untersuchte mit MRT die Gehirne von verurteilten Serienmördern. Dabei zeigte sich, dass bei diesen das genannte Areal ein seltenes und alarmierendes Muster niedriger Aktivität aufwies. Und Putin ist nicht nur Serienmörder, sondern Massenmörder.

Vermutlich würde sein Gehirn-Scan ein ähnliches Muster zeigen, nachdem ihm jegliche Empathie fremd ist und ihn der Tod Tausender Menschen in der Ukraine, als auch der Tod Tausender eigener Soldaten, völlig unberührt lässt. Laut Viktor Jerofejew, einem der bekanntesten russischen Schriftsteller, der zurzeit mit Familie in Deutschland lebt, gedeihen in einem Leningrader Hinterhof, wo Putin seine Kindheit und Jugend verbrachte und wo unter den Straßenbanden das Recht des Stärkeren regierte, weder Gewissen noch Menschlichkeit. Ich bin, wie viele andere auch der Meinung, dass man mit Putin nur aus einer Position der Stärke verhandeln kann und deshalb alle bisherigen Besuche und Telefonate westlicher Politiker, um Putin zu „besänftigen“, nur zum Scheitern verurteilt sein konnten.

Karin Stöttner-Lüdtke (Bad Aibling): Den Berichten ist zu entnehmen, dass die Mitarbeiter des deutschen Traditionsunternehmens Linde, das 2019 mit dem kleineren US-Konkurrenten Praxair fusionierte, um ihre Arbeitsplätze bangen müssen, weil das Sagen in der Firma nun amerikanische Manager haben, die Sanktionen gegen Russland befürworten und denen es keine schlaflosen Nächte bereiten dürfte, wenn Teile der deutschen Belegschaft deswegen ihre Stelle verlieren. Das kommt davon, wenn man in Deutschland die Firmenleitung aus der Hand – noch dazu, wenn man der größere der beiden Partner ist – und somit keine Handhabe hat, im Eigeninteresse der Firma zu agieren und zu reagieren.

Aber den Herren von Praxair sei gesagt: Der Krieg in der Ukraine ist nicht Deutschlands Krieg, aber wir sollen wohl Solidarität mit der Ukraine üben, auch um den Preis, die Wirtschaft unseres Landes zu schwächen, ja sogar zugrundezurichten und seinen Bürgern enorme finanzielle Kosten aufzubürden. Mit den Sanktionen können wir vielleicht Russland ins Bein schießen, uns selber schießen wir jedoch in beide Beine.

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