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OVB-Leserforum zum Energiegeld

„Die Nöte von Rentnern scheinen Politikern egal zu sein“: Riesenfrust beim Thema Energiegeld

Energie haben Rentner jede Menge – wie hier der Besucher eines Freibades. Dass sie beim Energiegeld der Regierung leer ausgehen, stößt auf Unverständnis und Zorn.
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Energie haben Rentner jede Menge – wie hier der Besucher eines Freibades. Dass sie beim Energiegeld der Regierung leer ausgehen, stößt auf Unverständnis und Zorn.

Rentner sollen beim geplanten Energiegeld in Höhe von 300 Euro leer ausgehen. Das sorgt für Zorn bei den Seniorinnen und Senioren.

Thomas Seitz (Rosenheim): Der Friede ist unbezahlbar. Für den einen mehr, für den anderen weniger. Das Entlastungsprogramm der Regierung ist ein Tropfen auf den heißen Stein nach dem Gießkannenprinzip. Ob aus Unwissen oder Ignoranz der Ampel: Bei Rentnern auf die bevorstehende Rentenerhöhung zum Ausgleich hinzuweisen, zeugt von sozialer Inkompetenz. Nicht zu vergessen, dass unter der vergangenen Regierung den Versorgungsempfängern grundlos eine 14-monatige Nullrunde verpasst wurde. Bei den 21 Millionen Ruheständlern in der Bundesrepublik lässt es sich offensichtlich leichter einsparen als woanders.

Robert Oberauer (Ampfing): Die grün-gelb-rote Ampelkoalition hat beschlossen: Alle Erwerbstätigen sollen als Entlastung für die gestiegenen Energiekosten (Strom, Gas und Öl) eine Entlastung von 300 Euro bekommen, egal wie hoch das Einkommen ist. Nur die Rentner bekommen nichts. Sie fallen wieder einmal durch den Raster. Gerade viele Rentner (Durchschnittsrente Männer West etwa 1250 Euro, Frauen West etwa 850 Euro) können die enorm gestiegenen Heiz- und Stromkosten nicht mehr stemmen, da ja gleichzeitig die Lebensmittelkosten enorm gestiegen sind. Welche Wertigkeit wir Rentner bei den Politikern haben, zeigt sich in der Aussage des rentenpolitischen Sprechers der grünen Bundestagsfraktion, Markus Kurth. Es sei zwar bedauerlich, dass die Rentner bei der Energiepreispauschale nicht berücksichtigt wurden, aber sie bekämen eine Rentenerhöhung um 5,35 Prozent. Die Nullrunde 2021 erwähnt er nicht. Bei einer Rente von 850 beziehungsweise 1250 Euro erhöhen sich die Durchschnittsrenten gerade mal um 45 beziehungsweise 68 Euro. Durch die hohe Inflation im gleichen Zeitraum (2021: 3,1 Prozent und 2022: 7,3 Prozent) entsteht ein dickes Minus in den Geldbörsen der Rentner. In kürzester Zeit wurde beschlossen, 100 Milliarden Euro für die Aufrüstung der Bundeswehr bereitzustellen. Nur für die Rentner hat man nichts übrig. Die Sorgen und Nöte von uns Rentnern scheinen den Politikern völlig egal zu sein. Gefragt sind wir erst wieder, wenn gewählt wird. Nur als Anmerkung: Herr Kurth bekommt durch die kürzlich beschlossene Diätenerhöhung mindestens 310 Euro mehr je Monat.

„Sind wir nur noch Stimmvieh?“

Karin Ranner (Bad Aibling): Nun ist die sogenannte Arbeiterpartei am Ruder, und der fällt nichts Besseres ein, als sämtlichen gesellschaftlichen Gruppierungen einen Energiezuschlag zu zahlen, aber denjenigen, die bis zum Schluss geschuftet haben, verwehrt man ihn. So geht die Ampel mit ihren ehemaligen Arbeitnehmern um, und wir Rentner lassen uns das gefallen? Ich nicht. Meint die Ampel, wir sind nur noch Stimmvieh? Dann kann man es auch gleich sagen. Es gibt noch viele andere Parteien, die man wählen kann und die die Sache mit der Regierungsfähigkeit bestimmt besser hinbekommen. Aber nun möchte ich, wie wahrscheinlich Millionen von Rentnern aus Deutschland, auch diesen Energiezuschlag. Was fällt euch ein, uns zu vergessen und unsere Rechte zu verwehren? Zahlt auch uns unseren Anteil aus. Auch wir sind ein Teil des Volkes. Ihr seid die Arbeitnehmer und das Volk eure Arbeitgeber. Also Butter bei de Fische.

Axel Hilbert (Edling): Der Staat – sprich unsere Regierung – will alle Arbeitnehmer mit 300 Euro einmalig zusätzlich zum Gehalt entlasten. Kann mir wenigstens einer der Leser erklären, warum zum Beispiel Rentner oder auch nicht mitarbeitende Ehegattinnen leer ausgehen? Sind sie nicht von der Inflation betroffen? Arbeiten beide Ehegatten, werden 600 Euro „spendiert“. Arbeitet nur der Mann oder die Frau, sind es 300 Euro. Und die Argumentation, Rentner bekämen sowieso schon 5,3 Prozent mehr Rente ab Juli 2022, ist eine Unverschämtheit unserer Politiker ohne Beispiel. Dass diese Rentenerhöhung auf der Grundlage der Lohn- und Gehaltserhöhung der vergangenen Jahre beruht, also die Renten immer hinterherhinken, wird schlichtweg unterschlagen.

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