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Ortskräften nichts schuldig

Zum Bericht „Luftbrücke Kabul bekräftigt Vorwürfe gegen Bundesregierung“ (Politikteil) und zu „Wer hält Vormarsch der Taliban auf?“ (Leserbrief von Gerhard Mania):

Die politischen Schuldzuweisungen und Kommentare in Leserbriefen über deutsche Versäumnisse bei der Rettung der afghanischen Ortskräfte samt Angehörigen haben mich etwas verwundert, insbesondere das deutsche Schuldeingeständnis durch Bundespräsidenten Steinmeier.

Die Geschehnisse in Afghanistan sind sicherlich äußerst beängstigend und Hilfe auch notwendig, dennoch sehe ich hier Deutschland weder in einer Pflicht noch in einer Schuld, schließlich haben die Ortskräfte ihre Arbeit ja nicht für uns, sondern für ihr Heimatland gegen Vergütung getan. Wäre deren Hilfeleistung unterblieben, wäre die Mission abgebrochen worden, was 59 gefallenen deutschen Soldaten vermutlich das Leben gerettet hätte.

Beängstigt hat mich auch der Leserbrief des Herrn Mania, wonach derzeit schon 270 000 Afghanen, darunter viele junge Männer (anstatt Frauen) in Deutschland sind und es jetzt wohl noch einmal deutlich mehr werden. Laut Wikipedia sind 99,9 Prozent der afghanischen Bevölkerung Muslime und, wie der frühere Bürgermeister von Neukölln/Berlin, Buschkowsky, schreibt, halten zwei Drittel davon die religiösen Vorschriften für weit wichtiger als die Gesetze des Landes, in dem sie leben.

Harald Schönfelder

Mühldorf

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