Ohne China geht es nicht

Zum Bericht „UN-Chef fordert Klima-Notstand“ (Politikteil):

Die Erklärung des „Klima-Notstands“ und die eindringliche Einforderung der Kohlendioxid-Reduzierung von UN-Sekretär Guterres offenbaren die Ineffizienz der Pariser Klima-Vereinbarungen. China mit dem weitaus höchsten Kohlen dioxid-Ausstoß und auch Indien sind von der Kohlen dioxid-Reduzierung auf lange Zeit dispensiert und gelten als Entwicklungs-Nehmerländer im Global Climate Fund (GCF).

China mit 14 Gigatonnen Kohlendioxid von weltweit 36 Gigatonnen erweitert die Zahl seiner Kohlekraftwerke rasant und finanziert solche in vielen anderen Ländern. Die Aussagen des chinesischen Präsidenten Xi, dass China bis 2030 Kohlen dioxid um 65 Prozent reduzieren wird, muss man in Hinblick auf die Realität beurteilen. Indien werde „versuchen“ ihre erneuerbaren Energien auszubauen, lässt sich jedoch komplette neue Kohlekraftwerke von China finanzieren. Die anderen Nehmerländer scheinen nur sehr zögernd an die Kohlendioxid-Reduzierung heranzugehen und immer noch auf die Auszahlung des Clima-Funds zu warten.

Da helfen die kürzlich von Frau Merkel in den Fund eingezahlten 500 Millionen Euro bei den kaum bestehenden Kohlendioxid-Verpflichtungen nicht viel. Nimmt man den „Klima-Notstand“-Dammbruch ernst, dann sollten wir die größten Löcher schnellstens reduzieren.

Also China mit 14 Gigatonnen, die USA immer noch 6,5 Gigatonnen, Indien vier Gigatonnen und Russland/Japan mit ein bis zwei Gigatonnen.

Real gesehen sollten wir uns auf eine Erwärmung von zwei bis drei Grad Celsius einstellen, deren Folgen wir technisch beherrschen, Kohlendioxid stetig senken und den Zwischeneiszeitzustand wirken lassen. Greta Thunberg und Huwey Ou könnten mit ihren Schreckensszenarien in Peking beschleunigend wirken. Bahnverbindungen dorthin bestehen.

Walter Wieland

Prien

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