Offene Fragen zum Mannichl-Attentat

- Zum Anschlag auf den Pass-auer Polizeichef Mannichl (Berichte und Kommentare im politischen Teil, Leserbriefe): Attentäter und Opfer standen sich Aug' in Aug' gegenüber.

Dem geschulten Polizeihirn des Polizeipräsidenten Mannichl haben wir gleich mehrere Täterbeschreibungen zu verdanken. Der Attentäter stach am Herzen vorbei. Die lange Messerklinge müsste demnach eigentlich ein anderes Organ schwer verletzt haben. Trotzdem erfolgte kein Notoperation, auch von einer Unterbringung auf der Intensivstation habe ich nichts gelesen/gehört. Auf den ersten Bildern vom Krankenbett war das schwerverletzte Opfer nicht «verkabelt». Die Wunde war vermutlich mit einem entsprechend großen Pflaster behandelt, was eher auf eine Schnittwunde als auf einen tiefen Stich schließen lässt, beigebracht mit dem Messer des Polizeipräsidenten! Nach wenigen Tagen im Krankenhaus war das schwerverletzte Opfer wieder fit und konnte entlassen werden. Das LKA hat nun keine leichte Aufgabe. Es muss aufklären, auch wenn es weh tut. Eine Vertuschung kommt nicht in Frage. Hier steht die Glaubwürdigkeit unseres Staates auf dem Spiel.

Peter Rohrmoser

Stephanskirchen

Das Thema wird stündlich in den Nachrichten erwähnt. Die Ermittler tappen immer noch im Dunkeln, es gibt keinen Beweis, dass der Täter im rechtsradikalen Umfeld zu finden ist. Dennoch wird fanatisch nach Möglichkeiten eines NPD-Verbots gesucht. Diverse Politiker, welche sonst keine Erfolge vorweisen können, springen natürlich wie üblich auf den fahrenden Zug auf. Man sollte doch, gerade nach der Pleite des letzten Verbotsversuchs, erst mal die Ermittlungen abwarten. Ich frage mich weiter, weshalb Gewalttaten durch unsere Medien so unterschiedlich gewertet werden. Übergriffe von linksradikalen Gruppen oder gewalttätigen Ausländern an Deutschen werden kaum erwähnt und wenn, dann keinesfalls mit der gleichen Intensität wie im Fall Mannichl. Wo bleibt hier die Demokratie?

Bernd Willner

Tuntenhausen

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