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Nicht mehr zeitgemäß

Zur Diskussion um Einfamilienhäuser( Politikteil):

Anton Hofreiter, Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion, fordert, den Bau von Einfamilienhäusern als nicht mehr zeitgemäß zu reduzieren und stattdessen Mehrfamilienhäuser zu bauen, um Flächenbedarf und Energieverbrauch für neuen Wohnraum zu vermindern. Auch wer – wie ich – sonst kein Fan von Herrn Hofreiter ist, muss seinem Mut Achtung zollen, hat er doch bestimmt gewusst, dass sein Vorschlag einen Aufschrei auslösen wird.

Der Wunsch der meisten Familien, ihre Kinder im eigenen Haus mit Garten großzuziehen, ist verständlich, aber die Klimakrise und der inzwischen nicht mehr tragbare Flächenverbrauch haben die Lage grundlegend verändert. Eigentlich gibt es ja genügend Einfamilienhäuser. Ein nicht unerheblicher Teil von ihnen wird aber inzwischen von allein oder zu zweit lebenden älteren Menschen bewohnt, die ohne Weiteres in einer Etagenwohnung glücklich leben könnten.

Wir (beide über 80) sind dafür ein gutes Beispiel. Was uns davon abhält, ist die Schwierigkeit, eine adäquate Mietwohnung zu finden. Außerdem wollen wir uns dem Stress eines Umzugs nicht mehr aussetzen. Eine Eigentumswohnung lehnen wir in unserem Alter ab, da an dem Kaufpreis viel zu viele mitverdienen wollen: Staat, Makler, Bauträger, Notar und Grundbuchamt. Als Alternative fördern wir die erwünschte Nachverdichtung dadurch, dass jetzt ein Teil unseres Gartens mit einem Doppelhaus bebaut wird. Es wäre zu hoffen, dass sich Staat und Kommunen künftig ernsthaft bemühen, anstatt ständig neue Baugebiete auszuweisen und damit landwirtschaftlichen Grund der Nutzung zu entziehen, das Wechseln in eine Wohnung zu erleichtern und so die bessere Ausnützung des vorhandenen Wohnungsbestandes zu fördern.

Lothar Schultz-Pernice

Rosenheim

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