Nicht alles Gold, was glänzt

Zum Bericht „Koalition mit der Union? Es reicht jetzt auch mal“ (Regionalteil):

Beim Frühschoppen der SPD wurden verschiedene Themen angesprochen, die die Stadt Rosenheim betreffen. Unter anderem, dass der derzeitige öffentliche Personennahverkehr, vertreten von der Firma Kroiss, ganz radikal reformiert werden müsse. Das sehe ich auch so. Bisher hat man diese Firma auf eigene Kosten den Rosenheimer Stadtverkehr organisieren lassen und ohne Fördermittel im Stich gelassen. Dabei könne man auch mit Steuermitteln und mit Sponsoren aus der Wirtschaft diesen Verkehr für alle kostenfrei stellen. In der Adventszeit und an Markttagen geht es doch genauso. Die Kommunen sollen dabei nicht zusehen, bis Bund und Land von sich aus irgendwann aus Lust und Laune Gelder und Förderprogramme verabschieden, sondern das Recht selbstbewusst einfordern. Dann fließen auch die Gelder in die Kommunen. Ohne Druck kommt nichts. Ich bin auf der Seite des OB-Kandidaten Robert Metzger. Gerade für kranke und sozial schwache Bürger ist ein kostenloser Bus eine große und wertvolle Hilfe und Teilhabe der Stadtgesellschaft bezüglich der Mobilität. Im Bezug auf bezahlbaren Wohnraum wird zu wenig und zu langsam gebaut. Mietendeckel und Mietpreisstopp helfen eigentlich überhaupt nichts. Die Arbeitgeber sollen den Arbeitnehmern 20 Prozent mehr Lohn geben und das gleiche bei den Rentnern, eine Erhöhung um zehn Prozent, weil ihnen angemessene Lohn- und Rentenerhöhungen mindestens 30 Jahre vorenthalten wurden. Die bisherigen Lohnerhöhungen waren nur Anpassungen an das Preisniveau. Die SPD soll ernst machen mit dem Abschied von Hartz IV. Stattdessen sollte man ein Grundeinkommen von 2000 Euro einführen.

Christian Kosalec

Rosenheim

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