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Nicht alle sind vor dem Gesetz gleich

Anzeigentafeln zeigen „annulliert“ am Flughafen München an. Wegen des Verdi-Warnstreiks hatte die Lufthansa viele Flüge gestrichen.
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Anzeigentafeln zeigen „annulliert“ am Flughafen München an. Wegen des Verdi-Warnstreiks hatte die Lufthansa viele Flüge gestrichen.

Zum Bericht „Ende von Vorauskasse bei Flügen gefordert“ (Politikteil):

Von einem seriösen Geschäftsbetrieb erwartet der Kunde, dass er bei Vorauskasse auch die bestellte Leistung bekommt. Das gilt jedoch nicht für die Lufthansa. Im konkreten Fall habe ich für mich und meine Freunde einen Flug nach Mallorca mit Sondersitzen für mehr Beinfreiheit gegen einen Aufpreis von 120 Euro gebucht. Am Tag des Abfluges hat die Lufthansa den Flug gecancelt und auf einen anderen Flug umgebucht. Dadurch konnte die Sonderleistung nicht angeboten werden.

Aus diesem Grund habe ich die Rückerstattung des Aufpreises wegen nicht erbrachter Leistung gefordert. Die Lufthansa hat nach vier Monaten Überprüfungsdauer meine Ansprüche abgelehnt, ohne näher auf den Sachverhalt einzugehen. Weitere Versuche, mit der Lufthansa zu sprechen, waren nicht möglich. Nach Rücksprache mit einer Anwaltskanzlei wurde mir angeraten, von einer Klage Abstand zu nehmen, da die Gerichte höchstwahrscheinlich so einen Fall mit der Begründung ablehnen, „die Verhältnismäßigkeit des Zumutbaren“ sei hier nicht gegeben. Wäre das auch so, wenn ich dem Finanzamt 120 Euro schulden würde? Wohl kaum. Da käme es zu sofortigen Zwangsmaßnahmen.

Der Schriftsteller Ronen Steinke hat mit seinem Buch „Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich“ einen Volltreffer gelandet und den Grundgesetz-Artikel 3, Absatz 1, sehr in Zweifel gestellt. Auch die Chefin des Bundesverbandes der Verbraucher, Ramona Pop, hat die Praxis von Vorauskasse bei der Lufthansa und deren Geschäftsgebaren vielfach angeprangert.

Maximilian Prugger

Kolbermoor

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