Neue Belastung verhindern

Zur Berichterstattung über die Trassenplanung Nordzulauf Brennerbasistunnel (Regionalteil):

Die Trassenplanung für den Nordzulauf zum Brennerbasistunnel ist sicher ein Projekt, das viel Emotionen unter den möglichen Betroffenen auslöst. Die vorrangigen Interessen der Bahn sind Umsetzbarkeit und Kosten, die der betroffenen Bürger dagegen, verständlicherweise jede neue Belastung zu verhindern. Aus meiner Sicht bietet sich deshalb an, bereits bestehende Verkehrswege sinnvoll zu nutzen. Hierbei denke ich zunächst an die bestehenden Bahntrassen, die für den Personenverkehr vollkommen ausreichen. Für den Güterfernverkehr auf der Brennerroute könnte ein drittes, gegebenenfalls auch ein viertes Gleis als Schnellstrecke längs der Autobahn A93 gebaut werden mit Anbindung bei Kiefersfelden und zwischen Happing und Pfraundorf an die bestehende Bahnstrecke. Die Trasse könnte auf Flächen der bestehenden Lärmschutzwälle und der Autobahnumgriffe geführt werden. Es würde kaum zusätzlicher Flächenbedarf bestehen, eine mit gutem Lärmschutz versehene Bahntrasse könnte als zusätzlicher Lärmschutz zur Autobahn dienen und die Kosten stünden in keinem Verhältnis zu langen Tunnelstrecken in geologisch problematischen Zonen.

Manfred Kreibig Rosenheim

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