Nerven liegen blank

Zu „Respektvoller Umgang mit Tieren“ und „Das Wohl der Tiere“ (Leserbriefe):

Zunächst freue ich mich, dass mein Leserbrief eine Reaktion ausgelöst hat, andererseits bin ich überrascht. Die Resonanz zeigt eindeutig, wie blank derzeit die Nerven bei den Landwirtinnen und Landwirten liegen. Nein, ich bin keine aktive Landwirtin, aber wie anstrengend und zeitintensiv die Arbeit in der Landwirtschaft ist, habe ich selbst bei einem Arbeitseinsatz auf einem Hof in Meran bei einem Sommereinsatz erfahren. Ich bin also nicht so ahnungslos in Bezug auf die Landwirtschaft, wie Frau Vorportner meint. Auch spiegelt sich meine Einstellung zur Landwirtschaft in meinem Konsumverhalten wider. Alle zwei Wochen beziehe ich unbehandelte Milch von einem Hof aus der Nähe, das Rindfleisch liefert ein Demeterhof, Eier beziehe ich direkt vom Erzeuger und das Gickerl kaufe ich auf dem Wochenmarkt. Diese Lebensmittel sind zwar etwas teurer, aber das ist es mir wert, weil ich die Arbeit die dahinter steckt, wertschätze. Was mich zum Schreiben des Leserbriefes veranlasst hatte, war die Tatsache, dass die Rinder von Landwirt Ackermann ihre Hörner behalten dürfen, was eher selten ist. Ein 100-prozentiges Tierwohl ist nur mit Hörnern möglich, das ist wissenschaftlich erwiesen. Dazu gibt es die passende Literatur wie „Der Rinderflüsterer“ von Ernst Hermann Maier. Ob die Kühe der Frau Vorportner auch Hörner haben, hat sie in ihrem Leserbrief leider nicht mitgeteilt.

Dagmar Breuer

Heldenstein

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