Nawalny und der Blackout

Stehen schon bereit: Rohre für den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 werden im Hafen Mukran auf der Insel Rügen gelagert.
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Stehen schon bereit: Rohre für den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 werden im Hafen Mukran auf der Insel Rügen gelagert.

Zum Streit um die Gaspipeline Nord Stream 2 (Berichte und Kommentare im Politikteil):

Wir sind gerade im Begriff, die letzten Atomkraftwerke abzuschalten. Einen ehrgeizigen Zeitplan zum Ausstieg aus der Kohle gibt es auch schon. Die Windkraftanlage vor unserer Haustür wollen wir aber auf keinen Fall. Und ja, natürlich, die Elektromobilität im Individualverkehr müssen wir mit allen Mitteln forcieren. Da käme doch eigentlich die Nord-Stream-2-Pipeline, die die Sicherheit unserer Gasversorgung erhöht, gerade recht? Weit gefehlt. Da gibt es ja den Fall Nawalny. Ein mutmaßlicher Mordanschlag, bei dem noch allzu viele Fragen ungeklärt sind. Und dann der Umgang mit Pro-Nawalny-Demonstrationen in Russland. Allerdings scheint es mir keine russische Spezialität zu sein, dass man politisch missliebige Demonstrationen mit Hinweis auf die Pandemie-Lage verbietet. Und gegen verbotene Demonstrationen Polizei einsetzt.

Aber dem System Putin eins auszuwischen, ist uns offenbar sogar den Blackout wert. Franz Josef Strauß hätte wohl gesagt: Gott sei Dank kommt der Strom aus der Steckdose und nicht aus’m Kraftwerk!

Bernhard Edlmann

Raubling

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