Naturschutz keineswegs in der Zwickmühle

Zu „Naturschutz in der Zwickmühle“ (Leserbrief):

In diesem Leserbrief wird das Treiben der Biber am Stettner See bei Rimsting geschildert, wo alte Buchen und sogar Tannen geschädigt werden, sodass ein Absterben zu erwarten ist. Deshalb wird der „Naturschutz“ aufgefordert, die Biberansiedlung zu überdenken, sich für das Gleichgewicht in der Natur einzusetzen und sich nicht mehr gegen eine Entnahme (sprich „Abschuss“) dieses größten unserer Nagetiere zu stellen.

Unsere Nachfrage hat nun ergeben, dass bei der angesprochenen Ortsbegehung mit der Naturschutzbehörde Schutzmaßnahmen für die Bäume vorgeschlagen, geeignetes Material wie Drahtmanschetten vorgestellt und angeboten wurden.

Da erhebt sich schon die Frage, warum der Waldbesitzer noch keine Schutzmaßnahmen durchgeführt hat. Die Vermutung liegt nahe, dass es hier eigentlich nicht nur um den Schutz der Bäume geht, sondern vor allem da rum, dass der Biber weg muss! Wir vom Bund Naturschutz meinen, dass diese Einstellung dem im Leserbrief angesprochenen „Gleichgewicht in der Natur“ nicht entspricht und dass deshalb von einer „Zwickmühle“, in der der Naturschutz angeblich stecken soll nicht die Rede sein kann.

Gerhard Märkl

Rottau

Vorsitzender im Bund Naturschutz für Prien-Breitbrunn-Gstadt

Kommentare