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Die Natur profitiert vom Biber

Zum Bericht „Flussmeisterstelle sperrt wegen Biber den Wanderweg“ im Lokalteil:. Hier einige Fakten zum „unnützen“ Nager.

Wenn Biber Bäume fällen, so tun sie das, um Laub und Rinde zu fressen oder um Baustoff für ihre Dämme und Baue (Biberburgen) zu haben. Damit sorgen Biber oft dafür, dass neue naturnahe Ufergehölze entstehen: Die verbissenen Gehölze treiben in der Regel wieder neu aus, oft sogar üppiger als vorher. Gefällte Bäume, die oft nur unvollständig abgenagt werden, können wieder Wurzeln treiben und viele neue Triebe bilden. Auf diese Weise kann aus einer einzigen Weide ein ganzes Gebüsch entstehen. Aus liegengelassenen oder angeschwemmten Weideästen können neue Gebüsche entstehen. Für viele Lebewesen ist Totholz, das durch Fällen und Schälen von Bäumen entsteht, lebensnotwendig. Durch das Fällen von Bäumen lichten Biber dichte Ufergehölze auf. Davon profitieren wieder andere Pflanzen, die nun genügend Licht zum Keimen haben. Eine artenreiche Krautschicht kann sich entwickeln, von der auch viele Tiere profitieren. So spektakulär ein gefällter Baum auch sein mag, so sollten nicht die Dimensionen außer Acht gelassen werden. In Bayern werden täglich etwa 20 Hektar Land durch Siedlungs- und Straßenbau „verbraucht“, darunter auch viel Wald. Dabei wird mehr Baumbestand vernichtet, als Bayerns Biber im Jahr fällen können. Ich kann Herrn Schmidinger nur raten, sich beim nächsten Mal vorher gut zu informieren, bevor er solch unqualifizierte Äußerungen absondert.

Helmut Sedlmaier Mühldorf

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