Die nächsten Episoden im Volkstheaterder CSU

Zur Berichterstattung über die geplante Schließung der Landwirtschaftsschule Töging und die B15neu (Lokales):

Das Volkstheater ist auch in Corona-Zeiten ein beliebtes Instrument der CSU, um im Gespräch zu bleiben. Folge 27: die Landwirtschaftsschule. In den Hauptrollen: Landwirtschaftsministerin Kaniber (CSU), welche die Landwirtschaftsschule möglichst bald aufgrund geringer Schülerzahlen schließen möchte, und CSU-Lokalpolitiker aus dem Raum Altötting/Mühldorf, die natürlich die Schule erhalten wollen. Die Handlung: einfach, kurz und nahezu keine Dialoge. Man könnte meinen, die CSU kommuniziert intern nicht. Die Meinungsverschiedenheit hätte auch in einer (Video)-Konferenz vorab geklärt werden können. Stattdessen zankt man sich sehr öffentlichkeitswirksam in den Medien. Oder nutzte man diesen Stil, damit sich mancher Lokalpolitiker profilieren kann? Der Kompromiss: Man entscheidet sich für das Jahr 2023. Ein Schelm, wer Böses denkt, vertagt man die Entscheidung doch auf die Zeit nach der Bundestagswahl 2021 und die Landtagswahl 2023.

Folge 28: Asphalt statt Vernunft. CSU-Bürgermeister Lantenhammer kämpft alleine für (noch) eine Verbindung von Landshut in Richtung Süden in Form einer „B 15 neu“. Leider findet er auch bei seinen CSU-Kollegen im Kreistag kaum Gehör. Der Regisseur hätte besser in den Drehbüchern vergangener CSU-Volkstheater-Folgen recherchieren sollen: Das Dilemma der zu „lauten“ A 94 und wie sich die CSU als Hauptbefürworter der Isentaltrasse als Beschützer der lärmgeplagten Anwohner stilisiert, kam schon in Folge 23 bis 26.

Bernhard Suttner

Mühldorf

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