EU muss Griechenland an Grenze unterstützen

Zu „Krise in Syrien: EU-Grenze zur Türkei wird zum Brennpunkt“ (Berichte im Politikteil):

Dieser Tage wird sich entscheiden, ob sich 2015 wiederholt oder sogar noch übertroffen wird. Endlich einmal sind sich die EU-Europäer einig und unterstützen die Griechen bei der Verteidigung der Außengrenze. Ich traue der Sache noch nicht, denn bisher ist die EU immer noch eingeknickt. Den ersten Beweis für meine Befürchtung liefert ein nicht mehr zu verstehender Horst Seehofer, der in der Flüchtlingspolitik vom Saulus zum Paulus mutiert ist. Wie konnte es dazu kommen? Statt abzuwarten, wie die EU weiter vorgeht, prescht Seehofer ohne Not vor und zwingt Deutschland wieder mal zu einem moralisch verbrämten Alleingang, der nur einer Minderheit gefällt, die sich aber immer wieder lautstark bemerkbar macht. Die schweigende Mehrheit will die Aufnahme weiterer Flüchtlinge nicht! Wenn ich mich im Freundes- und Bekanntenkreis umhöre, sind die allermeisten wirklich nicht mehr dazu bereit. Mit immer mehr Steuern und Abgaben muss dieser Irrsinn bezahlt werden. Für die Zukunft unserer Kinder bleibt wenig übrig.

Anni Geuge

Waldkraiburg

Der Begriff Flüchtlingskrise allein ist schon irreführend: Er suggeriert, dass es sich bei den jungen Männern, die sich an der griechisch-türkischen Grenze mit Steinwürfen und anderen Gewaltaktionen den Zugang ins gelobte Land erkämpfen wollen, um Kriegsflüchtlinge handelt. Das trifft aber nur auf einige Syrer zu, der Rest kommt aus einigen afrikanischen Ländern, hauptsächlich aus allen möglichen, durch Terror, Korruption, Überbevölkerung gepeinigte Ländern des Nahen und Mittleren Ostens mit meist moslemischer Bevölkerung. Warum soll Europa diese kaum oder nur mit viel Mühe integrierbaren Leute aufnehmen? Was ist mit den an den nahöstlichen Konfliktherden angrenzenden Golfstaaten, wie Saudi-Arabien, Dubai, Abu Dhabi? Sollen die doch ihre Glaubensbrüder aufnehmen. Diese wissen ohnehin nicht mehr, welche Protzbauten sie noch mit ausgebeuteten Billigkräften aus Indien, Pakistan oder Nepal in den Wüstensand setzen sollen. Außerdem befeuern die reichen Golfstaaten die nahöstlichen Konflikte mit Waffenlieferungen und lokalen Milizen. Warum wird dies von unseren Politikern nicht thematisiert?

Josef Scharinger

Oberbergkirchen

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