Mühldorf: Schulpolitik kritisch gesehen

Zum Bericht "10 Millionen - ohne Realschule" im Regionalteil:

Mit großem Interesse verfolge ich die Diskussion um einen dritten Realschulstandort im Landkreis Mühldorf. Landrat Georg Huber ist immer stolz, wenn der Landkreis eine führende Position einnimmt. Auf die größte Realschule in Bayern mit zirka 1400 Schülern darf er nicht stolz sein. Seit Jahren wird diskutiert, doch eine Entscheidung ist nicht getroffen. Jetzt ist wieder ein fragwürdiger Kompromiss beschlossen worden. Dieser ist aber meiner Meinung nach nicht zum Wohl der Kinder. Die sind die Verlierer dieser Diskussion, bei der Geld, Kirchturmdenken und persönliche Eitelkeiten anscheinend wichtiger sind als die Zukunft.

Zur Diskussion stehen die Standorte Ampfing und Neumarkt-St. Veit. Wenn man die Einwohnerzahlen der Kreisstadt Mühldorf mit rund 18000 Bürgern und die von Ampfing und Neumarkt-St. Veit mit jeweils etwa 6000 vergleicht, ist eine wohnortnahe Realschule in Mühldorf eindeutig im Vorteil. Es ist logisch und sinnvoll, die Schule bei den Schülern zu errichten, statt sie auf Kosten der Umwelt und der Zeit der Schüler quer durch den Landkreis zu fahren. Auch die Infrastruktur, wie zum Beispiel Schulbuslinien und direkte Bahnverbindungen nach Mühldorf, ist schon vorhanden. Ganz klar ein weiteres Plus für einen dritten Realschulstandort in Mühldorf. Und es gibt noch weitere zahlreiche gute sowie schulfachliche Argumente, wie zum Beispiel kleinere Schuleinheiten, die gut sind für die Schüler, Lehrer und eine zentrale Schulverwaltung und so weiter.

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass es bei dieser Diskussion nur um persönliche Eitelkeiten, Neid und Missgunst der handelnden Personen (vor allem beim Herrn Landrat) geht. Die Kinder bleiben auf der Strecke und sind die Verlierer bei den politischen Machtspielchen unseres Landrats Georg Huber. Haben denn dieser Landrat und Teile des Kreistags kein Herz für Kinder?

Reinhard Gründl

Ampfing

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