Motto: „Schwerter zu Pflugscharen“

Zum Artikel „Drei Milliarden mehr für die Bundeswehr“ (Politikteil):

Wird hier nicht altes Denken verteidigt, wenn noch mal drei Milliarden Euro mehr für Kriegswerkzeuge ausgegeben werden sollen? Sollte nicht auch die CSU mehr nach dem biblischen Motto „Schwerter zu Pflugscharen“ handeln? Ist es nicht bedenklich, wenn man angesichts von Flüchtlingsproblemen lieber noch mehrere Milliarden in Rüstungshaushalte stecken will als in Entwicklungshilfe und in völkerverbindende Transportwege auf Schienen und Flüssen? Wenn wir als Frieden aufbauende Maßnahme nicht einmal 0,7 Prozent von unserer Wirtschaftskraft für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit ausgeben, so ist es nicht sinnvoll, gleich ein Mehrfaches in Tötungswerkzeuge zu stecken. Brauchen wir wirklich neben anderen Kampfflugzeugen gleich 180 Eurofighter? Wenn ein Teil von diesen noch nicht ausgeliefert oder nicht hinreichend einsatzbereit ist, liegt es wohl an einem schlechten Management und nicht an einem angeblichen „Kaputtsparen“. So manches notwendige Bahnprojekt wäre finanziert, wenn man bedenkt, dass ein Eurofighter dem Steuerzahler ohne Folgekosten mehr als 100 Millionen Euro kostet. Offensichtlich hat man sich schon lange an die wahnsinnigen Militärausgaben gewöhnt und manche NATO-Verrückte wie Trump scheinen noch nicht gesättigt zu sein, auch wenn jetzt schon ein Mehrfaches von Russlands Militärhaushalt in das uneinige NATO-Monster fließt. Wie lange will man mit dem Feindbild Russland noch Geschäfte machen? Wäre es nicht besser, zusammen mit der EU eine neue Partnerschaft mit Russland zu suchen, wodurch wir neue Strategien gegen Auswüchse von Trump oder Putin entwickeln könnten?

Simon Kirschner

Gaimersheim

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