Moria, Lesbos und die Flüchtlingspolitik

Nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos leben noch immer Tausende von Migranten auf der Straße.
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Nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos leben noch immer Tausende von Migranten auf der Straße.

Zur den Berichten über die Situation im Flüchtlingslager Moria (Politikteil)

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Seit Tagen wird in allen Medien das Geschehen im Flüchtlingslager Moria rauf und runter debattiert. Echte Diskussion: Fehlanzeige. Ein Beispiel dafür ist die Sendung „Anne Will“. Offensichtlich wurden nur Befürworter der Flüchtlingsaufnahme eingeladen. Obwohl es die griechische Regierung – zumindest vorläufig – ablehnt, dass die Bewohner des Lagers beispielsweise nach Deutschland ausgeflogen werden. Sie will nicht die Botschaft in die Welt setzen, dass sich Brandstiftung lohnt. Deutschlands Großkoalitionäre (alle Parteien – außer der AfD) hoffen offensichtlich darauf, mit diesen – vermeintlich – humanitären Aktionen von ihrem Versagen auf vielen anderen Politikfeldern abzulenken. Aktuelles Beispiel dafür ist der Test des Warnsystems bei Katastrophen. Dass die Flugzeuge der Bundeswehr nicht fliegen oder die Panzer wegen Ersatzteilmangel nicht einsatzfähig sind, daran hat man sich schon gewöhnt. Deutschland arbeitet sehr erfolgreich daran, ein einiges Europa zu verhindern. Noch wird Deutschland für seine selbstzerstörerische Politik verachtet. Bald werden wir uns auch das Mitleid der meisten Europäer „erarbeitet“ haben.

Rupert Obergrußberger

Neumarkt-St. Veit

Wer nach fünf Jahren im Land die deutsche Sprache immer noch nicht korrekt beherrscht, für den ist der Zug abgefahren. Nach fünf Jahren hat nicht einmal die Hälfte aller Flüchtlinge eine Arbeit. Nach fünf Jahren grandiosen Scheiterns gibt es Leute, die immer noch mehr Flüchtlinge ins Land schleusen wollen. Bei Demos habe ich Plakate gesehen mit der Aufschrift „Wir haben Platz“. Großartig – etwa in der eigenen Wohnung?

Roswitha Schmid

Schwindegg

Es ist simpel: Wer jetzt die Aufnahme der Flüchtlinge aus dem Lager Moria verweigert, ist ein Unmensch und/ oder ein Nazi. Andere Möglichkeiten der Hilfe und Problemlösung als die Aufnahme der Menschen vorrangig in Deutschland und in anderen „willigen“ europäischen Staaten zu erörtern, ist schon fragwürdig und verboten. So schaffen es die Diktatoren dieser Welt – allen voran Putin und Erdogan – von den Menschenrechtsverletzungen in ihren Ländern und von ihren Annexionsplänen abzulenken. Gleichzeitig wird Europa weiter destabilisiert. Der Weltöffentlichkeit wird signalisiert: Gewalt – egal ob von Diktatoren, Schlepper-Bossen oder Flüchtlingen – lohnt sich. Mehr denn je ist Deutschland in der Hand des Erpressers Erdogan: Deutschlands und Europas Reaktionen auf die Angriffe von skrupellosen Herrschern oder Oligarchen jeder Art verkommen immer mehr zu Lachnummern. Außerdem: So viel wir auch helfen – es ist immer zu wenig.

Gerhard Mania

Neumarkt-St. Veit

Natürlich ist es ein Problem, die Flüchtlinge unter diesen Umständen jahrelang dort leben zu lassen, aber... Das Problem ist ja, unsere politisch Verantwortlichen haben eines immer noch nicht begriffen. Wenn sich vier bis fünf Millionen oder auch zehn Millionen Menschen aus Afrika aufmachen und den Kontinent verlassen, passiert dort genau nichts (Afrika hat eine Million Menschen Zuwachs pro Woche), aber in Europa, genauer gesagt in Deutschland, wird das Sozialsystem durch die Zuwanderung von drei bis vier Millionen Menschen dazu die Neubürger aus den Balkanstaaten, die Flüchtlinge aus Afghanistan und so weiter vollkommen zusammenbrechen. Das hiesige Sozialsystem wurde so erstellt, dass es genügend arbeitende Menschen gibt, die es mit dem Ertrag ihrer Arbeit speisen, damit diejenigen, die es zuvor gefüttert haben, etwas daraus erhalten, sprich Rente. Es wurde nie daran gedacht, dass es einseitig überlastet wird und die Politikerriege will es auch nicht wissen. Durch einen aufgeblähten Beamtenapparat und die Zuwanderung ist aber genau dies nun geschehen und wird durch unsere unfähige Bundesregierung, allen voran Frau Merkel, weiter gefördert. Dass dieses zerbrechliche System in absehbarer Zeit implodiert, ist keine „rechte Verschwörungstheorie“, sondern ganz einfache Mathematik und Logik.

Karin Scharnowski

Kiefersfelden

Deutsche Politiker überstürzen sich nach der Katastrophe von Moria mit Aufnahmebereitschaft. Gerd Müller 5000, Laschet 1000 und auch einige Städte und Gemeinden zeigen sich bereit, Migranten aufzunehmen. Aber warum so zögerlich Deutschland? Nehmt doch alle 12 500 auf einmal auf, da diese sowieso früher oder später zu uns kommen. Dann ist die Diskussion schnell beendet. Europa hin oder her. Die nächsten 12 000 warten schon. Auch wenn sich der Außenminister noch sträubt. Nach einem kurzen Gespräch mit Frau Merkel wird der Herr Seehofer wie schon so oft zum Drehhofer. Neu ist mir allerdings, dass es noch belohnt wird, wenn man ein Feuer legt, Löschtrupps angreift und sie mit Steinen bewirft. Das wird eine enorme Sogwirkung haben. Aber da Deutschland längst ein Tummelplatz für Kriminelle ist, kommt es auf einige Tausende mehr oder weniger nicht an.

Josef Mosner

Ampfing

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