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Mord vor 100 Jahren bis heute berührend

Zum Bericht „Hinterkaifeck: Die Rolle der Bauerntochter“ (Bayernteil):

Dieser furchtbare Sechsfach-Mord vor 100 Jahren lässt einen nicht unberührt. Nachdem die Leiche der Bauerstochter so grausam verstümmelt wurde, ist wohl von einer Beziehungstat auszugehen. Warum damals der Täter nicht ermittelt werden konnte, scheint aus heutiger Sicht unverständlich.

Der Autor schreibt, dass Josef, der ermordete zweijährige Sohn der Bauerstochter, im Pfarrmatrikelbuch den Eintrag „illegal“ für unehelich hatte. Das ist nicht richtig – in den Matrikelbüchern wurde immer der Vermerk „illeg.“ gemacht, das war die Abkürzung für illegitim. „Illegal“ hätte einen strafbaren Verstoß gegen geltendes Recht bedeutet. Uneheliche Kinder hatten es schwer. Sie wurden als Bastard oder Bankert bezeichnet. Bankert bedeutet ein auf der Schlafbank der Magd und nicht im Ehebett des Hausherrn gezeugtes Kind. Kegel war noch eine harmlosere Bezeichnung und hat sich in der Redewendung „mit Kind und Kegel“ erhalten. Welche Probleme die katholische Kirche lange mit diesem Thema hatte, sieht man daran, dass die uneheliche Geburt noch bis 1983 als Weihehindernis für die Priesterweihe galt.

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

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