E-Mobilität nur mit eigener „Tankstelle“

Zur Berichterstattung über die E-Mobilität (Politik- und Wirtschaftsteil und Leserbriefe):

Der Leserbrief von Herrn Herbert Sax zum Thema E-Mobilität als Antwort auf meinen Leserbrief, der am 13./14. Februar veröffentlicht wurde, kann nicht unbeantwortet bleiben, ohne daraus eine Endlosspirale starten zu wollen.

1. Die Versorgungslücke mit elektrischer Energie in Deutschland ist nicht durch Abschaltung von Kohlekraftwerken entstanden, sondern weil die Kernkraftwerke vom Netz gingen. Aber letztlich ist es gleichgültig, welche Ursache diese Lücke ausgelöst hat. Tatsache ist, dass sie durch den Einkauf von nicht umweltfreundlich erzeugter Energie aus den Nachbarländern geschlossen wird. Noch mehr E-Autos werden diese Lücke nicht kleiner werden lassen.

2. In einem Lithium-Ionen-Akku, der durch einen Kurzschluss bei einem Unfall überlastet wird, entsteht eine exotherme Reaktion, die durch Entzug von Sauerstoff nicht gestoppt werden kann. Das bei dem Brand des Tesla in Tirol die Brandursache das Kühlmittel war, verweise ich in die Welt der Fabeln.

3. Die Erkenntnis, dass ein Akku durchschnittlich rund acht Jahre Lebensdauer besitzt, deshalb geben die Hersteller auch nur acht Jahre Garantie, habe ich durch ein Interview mit einem Experten auf BR2 Radio gewonnen. Zweifel an der Glaubwürdigkeit habe ich nicht.

Die E-Autos sollen die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ablösen um den Ausstoß von CO2 zu reduzieren und somit den Klimawandel einzubremsen. Das funktioniert nur, wenn die Fahrzeuge mit erneuerbarer Energie, wie Herr Oberberger richtig anmerkte, aufgeladen werden. Mein Haus hat eine 40 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage, diese erzeugt 8000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit kann ein E-Auto rund 50 000 Kilometer weit fahren. Welchen Beitrag Herr Sax zum Klimaschutz leistet, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jürgen Breuer

Heldenstein

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