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E-Mobilität nicht nachhaltig

Schaut so die Zukunft der Mobilität aus? Ein Elektroauto beim „Tanken“.
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Schaut so die Zukunft der Mobilität aus? Ein Elektroauto beim „Tanken“.

Zur Diskussion um E-Mobilität (Berichte im Politik- und Wirtschaftsteil):

Ein batterieelektrischer Pkw (BEV) ist derzeit und in fernerer Zukunft keine ökologisch nachhaltige Option für die CO2- minimierte Verkehrswende. Die gegenteilige Einschätzung diverser Protagonisten beruht allein auf einer verkürzten Ökobilanz, die nicht die Realität einer Lebenszyklusbilanz abbildet. Die Herstellung eines Mittelklasse-BEV ist mit einer CO2-Bürde von 17 Tonnen belastet. Ein moderner Diesel nur mit 8,5 Tonnen. Dabei sind zugunsten des BEV das sehr energieaufwendige Batterierecycling und Ladeverluste nicht berücksichtigt. Daraus resultiert für das BEV im Vergleich zum Diesel ein Neutralpunkt von 300 000 Kilometer. D.h., erst ab dieser Fahrleistung ist die Ökobilanz ausgeglichen (VDI-KIT- Studie Oktober 2020). Ein BEV mit kleiner Batterie kann sinnvoll zur lokalen Emissionsvermeidung in Ballungsräumen mit gesteuerter Ladung bei 100 Prozent regenerativen Strom eingesetzt werden. Die Klimaziele im Verkehrssektor sind allerdings nur mit grünen Verbrennungskraftmaschinen und CO2- neutralen bzw. -freien synthetischen Kraftstoffen zu erreichen. Ohne elektrolytisch erzeugten Wasserstoff kann das weltweite Potenzial der regenerativen Stromerzeugung, vor allem in wind- und sonnenreichen Ländern, nicht genutzt werden. Die von der EU-Kommission diktierte „Clean Vehicle Directive“ fordert ab 2026 Null-Emissionen für leichte Fahrzeuge. Allen Ernstes wird dabei nur das BEV als Null-Emissionsfahrzeug eingestuft, nur weil es keinen Auspuff hat. Alternative Antriebe mit grünen Verbrennern werden nicht angerechnet. Das zwingt die Hersteller, das BEV aggressiv zu vermarkten, um die CO2-Flottenziele zu erreichen. Die deutsche Politik subventioniert den Irrsinn noch mit Steuergeldern.

Dr.-Ing. Meinolf Schöberl

Prien

Um eine Absenkung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 in Deutschland um 80 bis 95 Prozent über alle Sektoren zu erreichen (Zielvorstellung der Regierung) erfordert es einen weitgehenden Ersatz der fossilen Energieträger und es muss nahezu vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Dies sind in Deutschland insbesondere Wind- und Solarenergie. Klingt ja alles gut und wäre auch sinnvoll für die Umwelt. Dafür gibt es auch verschiedene staatliche Zuschüsse. Da ich mir vor einigen Monaten ein Elektroauto gekauft habe, möchte ich dies natürlich auch „autark“ mit der notwendigen Leistung versorgen. Dazu plane ich auf meinem Garagendach mit einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern eine Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 3000 Watt, einer Batterie zum Speichern der Energie und Laden des Elektroautos. An einen Anschluss an einen Netzbetreiber ist nicht gedacht. Die Garage ist in Süd-Nordrichtung ausgerichtet und für einen besseren Wirkungsgrad der Fotovoltaikanlage müsste die letzte Reihe der Paneele um etwa 45 Grad aufgeständert werden, was von der Straße aus gar nicht auffallen würde. Und jetzt fängt der „Amtsschimmel“ zu wiehern an! „Bei Anbringung von Solarzellen in der Dachfläche sind diese in gleicher Neigung in die Dachfläche zu integrieren“. Der Wirkungsgrad der Anlage würde sich dadurch auf zehn Prozent verringern. Nach Aussage des Bauordnungsamtes der Stadt Rosenheim könnte dem vielleicht abgeholfen werden, wenn ein fünf Seiten (!) langer Antrag mit aufwendigen Bauplänen für die „isolierte Abweichung von örtlichen Bauvorschriften“ eingereicht wird. da vergeht einem schon die Lust, an der Energiewende aktiv mitzuwirken. Hier weiß wohl wieder mal die linke Hand nicht was die rechte will.

Günter Ziegler

Rosenheim

Die Zulassungszahlen an Elektro- und Hybridfahrzeugen steigt kontinuierlich. Auf Park & Ride-Parkplätzen stehen die meisten Fahrzeuge für die Dauer eines Arbeitstages. Ich selber pendle täglich nach Grafing-Bahnhof. Dort gibt es eine Ladesäule mit elf kw Leistung und zwei Steckdosen sowie insgesamt 947 Parkplätze. Wenn ich dort nach 9 Uhr ankomme, sind die beiden Ladepunkte seit 6 Uhr morgens belegt und die Fahrzeuge stehen dann bis 18 Uhr. Die beiden Pkw sind aber nach längstens drei Stunden vollgeladen und nehmen den anderen die Möglichkeit, ihr Fahrzeug zu laden. Meine Forderung wäre, an solchen Pendlerparkplätzen 20 Prozent der vorhandenen Parkplätze mit Ladesäulen auszustatten, die aber nur eine 220 Volt Steckdose haben, also maximal 3,6 kw liefern. Das reicht aus, um einen Pkw während eines durchschnittlichen Arbeitstages vollzuladen. Das hätte auch den Vorteil, dass die Akkus der Fahrzeuge schonender geladen werden und für die Ladesäulen nicht so viel Kapazität an Strom bereitgestellt werden muss.

Werner Gmeiner

Kolbermoor

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