Mit „Ekelmasken“ wird aufgeräumt

Eine neue Untersuchung der Münchner Hochschule zeigt, dass die Klarsichtvisiere keinen ausreichenden Schutz vor Übertragungen bieten.
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Eine neue Untersuchung der Münchner Hochschule zeigt, dass die Klarsichtvisiere keinen ausreichenden Schutz vor Übertragungen bieten.

Zur Berichterstattung zur Studie über die Wirksamkeit von Klarsichtmasken (Politikteil):

Im Sommer 2020 wurden die Klarsichtmasken auch in Bad Aibling angepriesen als Ersatz für Community-Masken, da sie das Gesicht nicht verdecken und daher für viele Bereiche Vorteile bringen würden. Dies geht aus einem Schreiben des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege hervor. Ministerin Huml hatte damit die zuständige Fachabteilung beauftragt, mit dem Ergebnis, dass diese Masken absolut zuverlässig sind und daher aus infektionshygienischer Sicht verwendet werden können. Auch wir haben uns diese Masken zugelegt. Nun bleiben wir auf den Kosten sitzen und können diese Masken auf den Müll werfen. Was muss eigentlich noch alles in diesem Ministerium geschehen, bis man die Verantwortlichen endlich entfernt?

Peter Till

Bad Aibling

Eine simple Studie der Hochschule München zeigt in einfacher und nachdrücklicher Weise, dass die sich allseits zunehmender Beliebtheit erfreuenden und von den Herstellern auf perfide Weise in den Markt geworfenen sogenannten „Klarsichtmasken“ de facto wirkungslos sind. Sie schützen weder den Träger vor Aerosolen mit potenzieller Virenlast, noch vermindern sie die Verbreitung der vom Träger ausgeatmeten und potenziell virenlastigen Aerosole. Dennoch werden diese sinnfreien „Plastiklöffel“ in zunehmendem Maße von verschiedensten Institutionen empfohlen und von den Menschen vor die Gesichter geschnallt. Fatal ist dabei, dass sich die Träger in einer sträflich irrigen Annahme wiegen, etwas zum Infek tionsschutz beizutragen. In Wirklichkeit tragen sie jedoch aktiv zur Verbreitung des SARS-CoV-II bei! Wann endlich wird unsere Staatsregierung hier aktiv und stellt diesen Schwachsinn ab? Bayern ist übrigens das letzte von drei Bundesländern, in welchem dieser Quatsch überhaupt noch zugelassen ist. Ich hoffe auf möglichst viele vernünftige Bürger, die nun eine kluge Entscheidung treffen.

Dieter Klee

Soyen

Was für ein Experiment der Hochschule München! Ein Mann atmet hinter einer Klarsichtmaske das Aerosol einer E-Zigarette aus. Es wird kurz durch die Maske aufgehalten, tritt dann unten aus und verteilt sich nach Sekunden im Raum. Klarer Fall: Masken verbieten, die bringen nichts, logisch! Aber wo bleibt der Gegenversuch? Der fehlt mir dann doch gewaltig. Derselbe Herr, der dasselbe Aerosol durch eine selbst gemachte Mund-Nasen-Bedeckung aus Stoff ausatmet. Auch ohne den Versuch zu sehen, wage ich zu behaupten, dass das Ergebnis in den allermeisten Fällen nicht recht anders aussehen wird.

Aerosole sind definiert als „ein feines Gemisch aus festen und flüssigen Teilchen in einer Größe von weniger als fünf Mikrometern“ (Mikrometer = ein Tausendstel Millimeter). Gewebter Stoff hat, je nach Stoffart, einen Maschenabstand von Hundertstel- oder Zehntelmillimetern. Da kommen Aerosole also sogar mindestens zu zehnt Huckepack übereinander durch. Außerdem bieten die meisten Stoffmasken zu allen Seiten genügend Luftspalt, dass beim Ausatmen hier die Luft in alle Richtungen entweicht. Oder warum laufen denn sonst bei allen Brillenträgern die Gläser an? Ja, das ist die Feuchtigkeit der warmen Atemluft, die da die kalten Brillen beschlagen lässt und wohl offensichtlich nicht in der Maske hängenbleibt. Gerade noch in meiner Lunge, jetzt schon an meiner Brille – da braucht man nicht mal eine Hochschule, um das herauszufinden.

Man kann also schon darüber nachdenken Kunststoffmasken zu verbieten, müsste dann aber konsequenterweise auch sämtliche anderen Stoffmasken verbieten und dafür sorgen, dass ausnahmslos alle, die der Maskenpflicht unterliegen, FFP2-Masken bekommen – und die wiederum müssten echt sein und keine Plagiate.

Markus Kotschenreuther

Raubling

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