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Missverständnis um den Volkstrauertag

Zum Leserbrief von Matthias Fuchs „Kirche feiert sich am Volkstrauertag selbst“ (Leserbrief-Seite):

Freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut und darf von jedem Mitbürger und jeder Mitbürgerin in Anspruch genommen werden. Wenn diese wie im Fall des Leserbriefes von Matthias Fuchs jedoch falschen Tatsachen unterliegt, darf dies nicht unwidersprochen bleiben.

Die Kirche feiert sich weder am Volkstrauertag selbst, noch „feiert“ sie diesen Tag überhaupt. „Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Der Gedenktag wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen“, heißt es dazu in einer allgemein zugänglichen Erklärung.

Dieser Gedenktag hat mit der Kirche also rein gar nichts zu tun, sondern dient dem Gedenken an die Toten der beiden Weltkriege. In diesem Jahr wurde bei den Gedenkfeiern auch der Opfer des Afghanistan-Einsatzes sowie der in Auslandseinsätzen der Bundeswehr gefallenen Soldaten gedacht.

Der Volkstrauertag ist nicht mit dem eine Woche später stattfindenden „Totensonntag“ wie er oft genannt wird, zu verwechseln. Hier feiert die Kirche tatsächlich etwas, aber keineswegs sich selbst, sondern das „Christkönigsfest“, auch „Ewigkeitssonntag“ genannt. Hier erinnert die Kirche an Jesus auf dem Gottesthron, der einst wiederkommen wird, um über die Menschen zu herrschen.

Herr Fuchs sollte seinen offensichtlichen Unmut der Kirche gegenüber also an anderer Stelle loswerden und dazu nicht Gedenktage benutzen, die mit Kirche absolut nichts zu tun haben. Schon gar nicht den Volkstrauertag, der an die Gräuel der Kriege erinnern und zum Frieden mahnen soll und dem in der Regel ein Gedenk-Gottesdienst vorausgeht, an dem die Kirche ansonsten jedoch „außen vor“ bleibt.

Uwe Hecht

Bad Aibling

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