Missbrauch lässt sich nicht entschädigen

Zu „Kirche in kolossaler Krise“ (Politikteil):. Wie tief ist leider das Image der Kirche gesunken?

Früher begegnete man der Geistlichkeit mit Respekt und Hochachtung. Das ist Vergangenheit. Es ist eine große Schande und Sünde, dass so viele Kinder und Jugendliche von Vertretern Jesu Christi dem sexuellen Missbrauch zum Opfer gefallen sind. Da kann man nur noch sagen: „Pfui“. Sind diese Kirchenmänner nicht mehr Herr ihrer Sinne? Haben sie sich nicht mehr unter Kontrolle? Haben Sie kein Gewissen oder Schamgefühl?

Wenn diese Täter nur einen Funken Anstand hätten, würden sie freiwillig vom Priesteramt zurücktreten. Anstatt dass man sie vom Kirchendienst enthebt und ihnen den Titel aberkennt (was leider nicht passiert), werden sie in eine andere Pfarrei versetzt: So wie es Kardinal Gerhard Ludwig Müller damals in Regensburg gemacht hat und noch viele andere mehr. Das Desaster ging weiter.

Jetzt gab es in Fulda mit den Bischöfen eine Debatte über Hilfen für die Missbrauchsopfer. Da hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, mitgeteilt, dass Ausgleichs- beziehungsweise Anerkennungszahlungen in Höhe von bis zu 50 000 Euro an die Opfer bezahlt werden. Denken diese Kleriker wirklich, damit sei ihr Gewissen und das der Täter erleichtert? Falsch, so einen sexuellen Übergriff kann man auch mit Geld nicht entschädigen.

Es wäre sinnvoller, etwas Gutes zu tun und Menschen in Not zu helfen. Denn der Missbrauch ist unauslöschlich und die Opfer sind für ihr Leben traumatisiert. Natürlich muss der Kirchensteuerzahler für die unnützen Straftaten der Täter aufkommen.

Warum aber nicht diese Geistlichen, welche den Missbrauch verursacht haben? Ein normaler Bürger muss für Jahre ins Gefängnis. Wo bleibt da die Strafe? Mit Geld lässt sich nicht alles bezahlen.

Edeltraud Schwarz

Pfaffing

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