Milchpreis zu niedrig

Leserbrief zum Bericht "Gedämpfte Freude über volle Silos" im Regionalteil:

Von einer "Heimatzeitung" erwarte ich mir eine regionale Berichterstattung aus der "Heimat". Wen interessieren bei uns im Grünlandgürtel des Landkreises Rosenheim die Schlachtviehpreise, wenn jeder Landwirt Milchwirtschaft betreibt und alle heiligen Zeiten eine Kuh zum Schlachten den Stall verlässt? Schöne Zahlen brauchen wir alle nicht. Fakt ist: Wer als Milchbauer nicht ein zweites Standbein hat, was immer es auch sein mag, kann bei einem Grundpreis von 27,10 Cent pro Kilogramm Milch zusperren. Da können gute Erträge von Apfelbäumen und Bienenstöcken auch nichts mehr retten. Außerdem passt das Bild nicht dazu, da Kühe mit Hörnern in einer modernen Landwirtschaft zur Seltenheit geworden sind, auch auf den Almen. Allenfalls taugt das Foto dazu, dem Verbraucher eine heile Welt vorzugaukeln. Wer im vergangenen Sommer Heu oder Grummet ernten wollte, der brachte in unseren Breiten zwischen Juni und Mitte August keine einzige Fuhre nach Hause, ohne mindestens nicht einmal "nass" geworden zu sein.

Magdalena Aßbichler

Raubling

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