Merkel als Urheberindes desolatenZustands der CDU

Zur Berichterstattung über Angela Merkel und die Ergebnisse der Union bei den jüngsten Landtagswahlen (Politikteil):

Mittlerweile gestatte ich mir, tatsächlich an das Ende der Ära Merkel zu glauben. Der Sekt für ihren letzten Tag ist kalt gestellt. Doch letztlich bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Kanzlerin wirklich von der Macht lassen kann, so ausgeprägt, wie ihr Machtinstinkt ist. Dass Merkel die Urheberin des desolaten Zustandes der ehemals stolzen CDU (eigentlich der gesamten Union) ist, dürfte ohne Zweifel sein. Aber: Die Partei hat es mit sich machen lassen! Widerstand wurde bekanntermaßen im Keim erstickt, unliebsame Konkurrenten weg intrigiert. Nun wissen die verängstigten „Kinder“ nicht, um wen sie sich künftig scharen sollen, Mutti lässt sie im Stich. Bis zum Entwurf dieses Leserbriefes empfand es die Kanzlerin nicht für nötig, irgendein Statement zu den Wahlausgängen in Baden-Württemberg und der Rheinland-Pfalz abzugeben. Offensichtlich hat sie erkannt, dass ihr die Felle davon schwimmen. Auf die Medien, sonst ihre große Stütze, kann sie sich wohl nicht mehr allzu sehr verlassen. Dort bröckelt die Front, denn immer mehr Kritik an der Unfehlbaren ist zu vernehmen. Für die Bundestagswahl sehe ich schwarz (wie passend!) für die Union, denn deren unglaubliche Inkompetenz beim Lösen der Corona-Krise und des Impfdesasters – natürlich im Verbund mit der SPD – muss Auswirkungen auf das Wahlverhalten auf Bundesebene haben. Allerdings: Wird es danach mit einer drohenden linksgrünen Regierung besser? Da habe ich allergrößte Zweifel.

Anni Geuge

Waldkraiburg

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