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Mehr Toleranz gegenüber der Kirche gefordert

Zum Kommentar „Erneuerung muss jetzt sein“ von Claudia Möllers (Seite 2):

Pünktlich zum Feiertag erscheint (wieder einmal) ein Kommentar von Frau Möllers. Ein besonderes Kunststück gelingt ihr dabei, vom Fest Christi Himmelfahrt gleich auf den inneren Zustand der Kirche zu kommen. Sie bedient sich der allgemein beliebten Schlagwörter und Klischees über die (katholische) Kirche, egal ob zutreffend oder nicht.

Schließlich stellt sie die Behauptung auf, dass die Gläubigen eine erneuerte Kirche wollen. An der „Basis“ schaut es aber keineswegs so einheitlich aus, es gibt verschiedene Strömungen: solche, die drängen; solche, die bremsen möchten; solche, die zufrieden sind. Das heißt auch katholisch: allumfassend.

Diese Spannungen muss man aushalten können, man darf auch diskutieren und streiten, aber es muss sach-dienlich bleiben! Nicht der, der am lautesten schreit, hat recht. „Ecclesia semper reformanda“ hieß es schon in den ersten Jahrhunderten. Die Kirche ist immer reformbedürftig. Dies gilt aber nicht nur für ihre Gesamtheit, sondern auch für jede einzelne Person, die ihr durch die Taufe angehört. Das wird gerne vergessen. Dann aber in die immer gleiche Kerbe zu schlagen, der Gepflogenheit der Kirchenaustritte das Wort zu reden, weil es halt so üblich geworden ist, und die Kirchenmitglieder über einen Kamm zu scheren, dient eben nicht der Sache.

Ich bin gerne in der Kirche, ich leide auch an der Kirche, ich freue mich aber auch an der Kirche. Und ich bleibe in der Kirche. Es wird gerne Toleranz von der Kirche eingefordert. Wie schaut es aber umgekehrt aus? Wenn ich als einer, der „noch“ dabei ist, betitelt werde, fühle ich mich persönlich herabgesetzt, verunglimpft und diskriminiert!

Gerhard Franke

Kolbermoor

Frau Möllers beklagt das schwindende Wissen über die Bedeutung von Christi Himmelfahrt. Ihre eigene Erklärung jedoch, dass „Christus nun bei Gott ist und ihm gleich geworden ist“, ist theologisch nichtssagend und falsch. Vielmehr ist der mit dem Vater wesensgleiche Sohn um der Rettung der Menschheit willen Mensch geworden und nach seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung zum Vater zurückgekehrt, „der Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Richter der Welt, der Herr der ganzen Schöpfung“ (Tagespräfation).

Wenn sich Frau Möllers als Exponentin ihrer zukünftigen Wunschkirche versteht, kann man sich lebhaft vorstellen, wie dann das Glaubenswissen der „erneuerten“ Katholiken aussehen wird. Wenn alle ihre Erneuerungswünsche erfüllt werden, was unterscheidet dann die Kirche Jesu Christi von den Nichtgläubigen? Vielleicht, dass Letztere eine bessere Moral haben als die Christen selbst? Das Salz einer dergestalt erneuerten Kirche wird seinen Geschmack und seine Kraft verloren haben und zertreten werden.

Armin Rieble

Stephanskirchen

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