Mehr Respekt und gegenseitige Rücksicht

Zum Artikel „Sauerei an der Isen: Partymüll einfach am Ufer entsorgt“ (Lokalteil):

Einige Leute meinen, für das Wegräumen ihres Abfalls seien andere zuständig. Als Ältester von fünf Geschwistern habe ich gelernt, dass jeder in der Familie für gewisse Arbeiten zuständig ist. Tisch decken und abräumen, abwaschen oder abtrocknen. Schuhe putzen am Samstag und zwar alle, oder den Hof kehren. Jeder musste etwas mithelfen, sonst wäre meine Mutter mit der Arbeit nicht nachgekommen. So haben wir von Kindheit an gelernt, dass sich nichts von alleine macht und in der Gemein-samkeit eine große Stärke liegt. Das betrifft natürlich nicht nur die Familie, und so ist es mir ins Blut über-gegangen, den Kaffeebecher am Wegesrand nicht einfach liegen zu lassen. Ich frage mich nur, warum so viele Mitbürger meinen, das wird schon jemand wegräumen. Den Papierkorb nicht getroffen, egal. Den Hundehaufen liegen lassen, hat ja keiner gesehen. Der so entstehende Unmut trifft dann aber alle Hundebesitzer. Außerdem mute ich denen, die hinter mir herräumen, etwas Unverschämtes zu. Und sie haben zu ihrer Arbeit einen zusätzlichen, ekeligen Mehraufwand. Das gilt auch für Essensreste oder Kippen. Etwas mehr Denken und Rücksicht wäre ein guter Vorsatz fürs neue Jahr und „die“ werden es danken.

Udo Skwara

Mühldorf

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