Von Masken und Impfungen

Geht vorbildlich voran: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit Schutzmaske – natürlich in weiß-blauem Rautenmuster.
+
Geht vorbildlich voran: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit Schutzmaske – natürlich in weiß-blauem Rautenmuster.

Zur Debatte um die Maskenpflicht (Berichte im Politikteil):

Eine langsame schrittweise Lockerung in Deutschland gab es bereits. In Neuseeland wurden alle Corona-Maßnahmen aufgehoben und im Rugby-Stadion waren bereits 20 000 Besucher. In Österreich wurde die Maskenpflicht stark gelockert. Haben sich dadurch die Infektionszahlen erhöht? Nein! Die Fallzahlen zeigen eindeutig: Die starke Krankheitswelle ist vorbei und was macht die Regierung? Sie kauft Impfdosen im dreistelligen Millionenbereich, obwohl keine Testergebnisse vorliegen! Aus der Schweinegrippewelle haben wir wirklich nichts dazugelernt. Oder möchte das ein Jens Spahn, aus der Pharmaindustrie kommend, gar nicht? Sicher wird es in nächster Zeit weitere Infizierte in geringem Ausmaß geben. Vermutlich wird auch eine weitere Grippewelle im Herbst kommen und auch im Frühjahr, wie es schon immer war und sein wird – aber nach den aktuellen Erkenntnissen, wie auch Professor Dr. Hendrik Streek bestätigte, nicht mit diesem Coronavirus. Da kann sich der Mensch immer mehr Chemie verabreichen, er wird immer ein Naturprodukt bleiben! Es soll Menschen geben, die sich mit Mundschutz sicherer fühlen, ihn berufsbedingt brauchen oder denen er sogar gefällt, dann sollen sie ihn gerne tragen, aber für die restliche Bevölkerung sollte es keine Pflicht mehr geben. Das müsste die Regierung endlich einsehen. Abstand halten und eine gewisse Hygiene sollten selbstverständlich sein.

Dr. Maximilian Webersinger

Heufeld

Für den Leserbrief von Bernward Schmidt möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Wo waren denn diese Schlaumeier bei Ausbruch der Pandemie? Wahrscheinlich hockten sie in ihren privaten Bunkern und warteten ab. Jetzt kommen sie raus und reden klug daher. Was ich momentan vermisse, sind die Lobpreisungen des „schwedischen Modells“ ohne Einschränkungen. Schweden ist sechsmal so groß wie Bayern, hat zwei Millionen Einwohner weniger und trotzdem 1300 Tote mehr zu beklagen als Bayern. Ein tolles Modell! Auch wir waren nicht begeistert, unsere Kinder und Enkel zwei Monate nicht zu sehen. Aber wir blieben bisher gesund, und das ist das Wichtigste. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Hans Stummer

Gars

Corona ohne Ende, Experten ohne Ende, Kommentare ohne Ende, Dampfplauderer ohne Ende, Hygiene ohne Ende. Bazillenschleuder Handy fleißig putzen und desinfizieren – machen alle! Corona ist keine Strafe Gottes, der Mensch in seiner Gier und Gewinnmaximierung ist selber schuld. Heilige Corona hilf, Gottvertrauen – davon hält man meilenweit Abstand in dieser säkulären und gesteuerten Gesellschaft aus dem „christlich geprägten Abendland“.

Ursula Resch

Oberaudorf

Stell dir für einen Moment vor, du wärst im Jahr 1900 geboren. Wenn du 14 Jahre alt bist, beginnt der Erste Weltkrieg und endet, wenn du 18 wirst mit 22 Millionen Toten weltweit. Kurz darauf beginnt die weltweite Pandemie der Spanischen Grippe mit 50 Millionen Todesopfern. Sie dauert an, bis du 20 Jahre alt bist. Wenn du 29 wirst, beginnt die Weltwirtschaftskrise mit dem Börsencrash in New York. Die Folge sind Inflation und Massenarbeitslosigkeit. Wenn du 33 Jahre alt bist, gelangen die Nazis an die Macht. Wenn du 39 bist, beginnt der Zweite Weltkrieg und dauert an, bis du 45 bist. Er kostet 60 Millionen Menschen das Leben. Im Holocaust werden sechs Millionen ermordet. Wenn du 52 Jahre alt bist, beginnt der Koreakrieg. Wenn du 64 bist, beginnt der Vietnamkrieg, der endet, wenn du 75 Jahre alt bist. Ein Kind im Jahr 1985 dachte, dass Oma und Opa keine Ahnung haben, wie schwer die Schule heutzutage ist. Diese Großeltern haben mehrere Kriege überlebt. Heute befinden wir uns mit allen Bequemlichkeiten der modernen Welt in einer neuen Pandemie. Die Menschen beklagen sich, weil sie mal ein paar Wochen das Haus nicht verlassen sollen. Sie haben Strom, Handys, genug Essen, warmes Wasser und ein sicheres Dach über dem Kopf. Sie demonstrieren gegen ein paar wenige Einschränkungen. Ja, es sind wenige Einschränkungen, wenn man einmal für einen kurzen Moment die Per spektive wechselt. Geschäfte und Unternehmen erhalten Hilfen vom Staat. All dies gab es in früheren Zeiten nicht, und doch haben die Menschen sie überstanden und ihre Lebensfreude nicht verloren. Heute beklagen sich die Menschen, weil sie im Supermarkt Masken tragen sollen. Ein Perspektivwechsel kann Wunder wirken.

Michael Brandstetter

Rosenheim

Ich verstehe die Welt nicht mehr: Grundrechte?! Freiheitsberaubung?! Geht’s noch? Wenn man daran denkt, wie im März/April geplärrt wurde, holt uns aus den Urlaubsländern zurück, was ja auch erfolgt ist, so wird jetzt geplärrt, wenn man einmal nicht in den Urlaub weiß Gott wohin kann. Ich habe mich mit einer Bekannten unterhalten, die an Corona erkrankt war. Was sie geschildert hat, ist nicht zum Lachen. Auch die Aussage einer Krankenschwester, die Corona-Patienten behandelt, sagt vieles aus: Wenn die Leute wüssten und sehen könnten, wie elendig Erkrankte zugrunde gehen, würden sie vielleicht etwas anders denken. Es ist doch keiner mehr in Gefangenschaft, aber etwas Vorsicht kann man mit einigermaßen klarem Verstand walten lassen. Wie mit gutem Gewissen der Politik gelockert werden konnte, ist doch geschehen. Zum Thema Masken will ich nur Geisterspiel im Fußball erwähnen. Die Ersatzspieler draußen und Trainer trugen die Masken und hielten Abstand. Die Spieler rannten nach wie vor mit den Köpfen zusammen (ich weiß, dass Kopfball auch zum Fußballspiel gehört, und mir ist auch klar, dass mit Maske nicht gespielt werden kann), aber da wurde dann sichtbar auch gespuckt. Und das macht nichts? Welche Logik?

Renate Scheingraber

Ampfing

Zum Selbstschutz dienen nur FFP2- und FFP3-Masken mit Ventil. Sie bieten natürlich keinerlei Schutz für andere. Der Rest an auf dem Markt befindlichen Nasen-und Mundschutzen galt bis vor Kurzem unter allen Experten noch als unwirksam, so die Aussagen von WHO, Robert-Koch-Institut und auch Herrn Drosten, wonach die technischen Daten einer Maske nichts Gutes aussagen. Jetzt auf einmal sind sie aus unerfindlichen Gründen unverzichtbar. Was denn nun? Wahrscheinlich müssen die aus der selbst verschuldeten Panik heraus hochgefahrenen Produktionskapazitäten von Masken noch voll ausgeschöpft werden. Alle Experten sind sich darin einig, dass man nicht weiß, ob es eine dauerhafte Immunität gegen Corona nach überstandener Infektion gibt. Wie kann man dann zu der Auffassung gelangen, dass dies mit einer Impfung gelingt? Was also sollen eine solche und auch ein Immunitätsausweis, wenn dieser keinerlei Aussagekraft hat? Sieben Milliarden Menschen impfen, ohne einen garantierten Erfolg, wäre ein sehr riskanter, teurer, um nicht zu sagen wahnsinniger Feldversuch. Da Herr Markus Söder das offensichtlich nicht versteht, soll er sich halt impfen lassen.

Martin Riedl

Kolbermoor

Der Herr Minister sollte sich mehr um die wirklich Betroffenen der Corona-Pandemie kümmern. Er schreibt, die Kostenfrage in den Altenheimen genau zu prüfen. Er verhindert aber nicht die kommende Preisexplosion der Heimkosten. Die Heimbetreiber beantragen fast einmütig, die gestiegenen Pflegelöhne ihren Insassen aufzubürden. Das wird im Monat mit bis zu 300 Euro ein gewaltiger Knall. Wer soll das dann noch bezahlen? Die meisten Unterhaltspflichtigen können nicht mehr. Die Senioren in der Pflege mit ihren zum Teil mickrigen Renten auch nicht. Der Bezirk oder die Sozialhilfe werden bezahlen müssen. Hauptsache ist aber, die Heimbetreiber verdienen weiterhin ihr goldenes Süppchen. Pflegekostenentscheider bitte aufpassen und nachprüfen, und bitte einmal im Sinne der Senioren in den Heimen und ihrer vorsorgeverpflichteten Kinder entscheiden. Als Betroffener appelliere ich an Herrn Spahn, helfen Sie den Betroffenen.

Helmut Schönberger

Eiselfing

Kommentare