Masken, App und Grenzkontrollen

Die Maskenpflicht wird uns wohl noch eine ganze Weile lang erhalten bleiben. Das Foto ist in einem Rosenheimer Supermarkt entstanden. dpa
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Die Maskenpflicht wird uns wohl noch eine ganze Weile lang erhalten bleiben. Das Foto ist in einem Rosenheimer Supermarkt entstanden. dpa

Zur Berichterstattung über die Corona-Krise (Berichte im Politik- und Bayernteil):

Erst durch einen Brief unserer taubstummen Nachbarn wurde ich auf Begleitprobleme der gesundheitsschützenden Mund-NasenMasken aufmerksam. „… In einer Zeit, wo auch ein freundliches Lächeln hinter buntem Stoff verschwindet, wird die Welt ganz entschieden leerer und für uns still…“ Später: „…Masken sind eine Mauer zwischen den Menschen, hinter der sich der ganze Gesichtsausdruck verbirgt, alle unsere Gefühle. Freundlichkeit oder Abneigung, Misstrauen oder Begeisterung, so vieles nah beieinander, und nicht mehr zu sehen. Nur die Augen sind da, aber jetzt gucken sie anders, schärfer.“ Mir wurde klar, dass die, die Infektiosität mindernden Masken unkalkulierte Nebenprobleme aufwerfen. Denken wir an Kleinkinder, die sich plötzlich einer Welt gesichtsloser Masken gegenübersehen: Unheimlich! Mimikry, das in dieser Phase so wichtige unbewusst emotional-verbale Nachahmen von Mimikmustern und „Gesichtsgebärden“ wird erschwert und damit auch die emphatische Antwort der Spiegelneuronen im Gehirn. Gott sei Dank bleibt den Kindern noch das auch vom Erwachsenen her bekannte „Kindchenschema“, der positiv aktivierende Eindruck großer Augen, hoher Stirn und kleiner Mund. Kognitive Lernprozesse sind in späteren Entwicklungsphasen gut nachholbar, empathische sehr viel schwieriger. Also liebe Eltern, Großeltern, Erzieher, Lehrer und andere rüstet Eure Masken entsprechend mit Emojis und positiver Mimik aus, nicht mit nichtssagenden, leeren Mustern oder angsteinflößenden Motiven. Wie wir oben gelesen haben, können Masken einsam machen, sollten aber nicht in eine geistig emotionale Einbahnstraße führen und andere Probleme wie Wirtschaft, Klima, Umwelt, Anstieg der Drogentoten, multiresistente Keime und anderes vergessen lassen. Der Spuk mit den Masken wird wieder verschwinden, den Geistern der Zukunft müssen wir noch Herr werden.

Dr. Ludwig Geiger

Nußdorf am Inn

Zwei Informationen müssen bei der geplanten Corona-App zusammenkommen: Das sind a) die Bewegungsdaten der App-Besitzer und b) dass ein App-Besitzer mit Corona infiziert ist. Selbst wenn die Bewegungsdaten online an einen Server gemeldet würden, dauert es selbst bei täglichen Tests dieser Personen mindestens zwei Tage oder mehr, bis die Infizierung dem App-Auswertungssystem bekannt wird. Dieser zeitliche Verzug ist immanent. Wenn die App wirklich helfen soll, bleibt nur der sofortige Abstrich mit einem sofortigen Ergebnis, sofern das überhaupt möglich ist, und die Meldung an das Auswertungssystem, bevor der Infizierte noch weitere Begegnungen hat. Die andere Möglichkeit – ja, es gibt auch Alternativen – wäre, sich nach einer Begegnung sofort in Quarantäne zu begeben und abzuwarten, ob man infiziert ist – wenn man‘s denn überhaupt merkt. Aber wozu braucht‘s dann eine App? Zum Schluss noch ein Zitat: „Dummheit und Unwissen sind zu ertragen, wenn sie die Folge von nicht erfahrener Bildung sind, aber kaum erträglich, wenn sie das Ergebnis von Bildung sind“.

Wolfgang Pfannkuchen

Riedering

Eine Studie will festgestellt haben, dass in Deutschland 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert sein könnten. Es ist sehr dubios, wie mit dem Thema vonseiten der Regierung umgegangen wird. So wird beispielsweise bei Sterbefällen nicht unterschieden, ob Menschen mit oder an einem Coronavirus starben. Ein Wissenschaftler hat sogar behauptet, dass Menschen, die durch Suizid oder an einem Verkehrsunfall starben und mit dem Coronavirus infiziert wa-ren, als Corona-Tote geführt würden. Eine solche Herangehensweise ist alles andere als wissenschaftlich. Wichtiger ist es, die Risiken zu kennen, um folglich die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können. Dazu müssten von Patienten, die an einer Corona-Infektion starben, sowie Menschen, die trotz Infektion keine Beeinträchtigung erfuhren, aber auch solche, die leichte bis schwere Verläufe einer Infektion hatten, für eine Studie die entsprechenden Daten gesammelt werden; Wie lebten diese, wie ernährten sie sich, welche und wie viele Medikamente nahmen sie, welche Impfungen hatten sie, und wie waren sie sozial eingebunden. Aus dem Ergebnis einer solchen Studie könnten praktikable Maßnahmen erarbeitet und Hinweise gegeben werden, nach denen man sich schützen kann und die helfen können, eine mögliche Infektion zu überste-hen. Bei der Berichterstattung über das Coronavirus, drängt sich mir der Verdacht auf, dass mehr die Akzeptanz für eine (Zwangs)-Impfung erhöht werden soll und weniger die Gesundheit der Bevölkerung im Mittelpunkt steht.

Sebastian Hamberger

Söllhuben

In letzter Zeit habe ich viele Menschen zu Grabe geleitet, auch heute wieder. Ich habe mich bemüht, den Schmerz der Angehörigen durch eine würdige Beerdigung ein wenig aufzufangen. Es tut mir im Herzen weh, was ich manchmal gehört habe. Daher möchte ich, wenn auch im Nachhi nein, dem lauten, aber ungehörten Schmerz so vieler Ausdruck verleihen. Wir halten uns an die Regeln und Verbote. Aber uns bricht das Herz. Kinder und Enkel konnten vom Vater und Opa nicht Abschied nehmen; der Mann konnte nach Jahrzehnten gemeinsamer Ehe nicht bei seiner Ehefrau sein; die Mutter durfte ihrem Sohn in den letzten Stunden nicht die Hand halten. Er/sie musste im wahrsten Sinne des Wortes mutterseelenallein sterben. Hätte ein Besuch unter Vorsichtsmaßnahmen die Epidemie wirklich verschlimmert? Hier bleiben Wunden, die so leicht nicht heilen. Wunden, die in der Öffentlichkeit nicht sichtbar werden. Wunden, die auch durch noch so gut gemeinte Beteuerungen nicht gelindert werden. Es gibt Regeln, die sinnvoll sind. Wir halten uns weiterhin daran. Keiner von uns möchte für einen anderen oder für sich selbst ein so schlimmes Sterben, wie es leider etliche durch das Virus erleiden. Leider aber ist auch wahr: Ein absolut vor allem und jedem sicheres Leben gibt es nicht auf dieser Welt. Oder wir errichten ein Schreckensregiment absoluter Sicherheit und Kontrolle. Und selbst dann werden wir Schmerz, Leid, Tod nicht aus der Welt schaffen. Vorsicht ja, aber wie weit? Wir kennen seit alters her die vier Kardinaltugenden: Maßhalten, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit. Irgendwie stellt uns das vor die Frage: Wie wollen wir leben?

Ernst Kögler

Bad Feilnbach

Ich gehöre zu den Menschen, die immer noch hoffen, dass sich durch die Pandemie irgendetwas verändert. Am Verbraucherverhalten, an der Herstellung und Verarbeitung von Produkten, an den Lieferketten und, und, und. Nachher, so meine Wunschvorstellung, sollte nicht mehr das Gewinnstreben an erster Stelle stehen, sondern die Ethik des Wirtschaftens. Aber jetzt – mit Einsetzen der Lockerungen – bekomme ich Zweifel. Kaum haben die Geschäfte wieder offen, preisen Textildiscounter T-Shirts an, die billiger sind als ein Putzlappen. Und die Menschen stehen davor, ohne darüber nachzudenken, wie dieser Superpreis entstanden ist! Ich weiß, dass die Menschen in den Herstellungsländern diese Arbeit brauchen. Aber haben sie nicht auch ein Recht auf einen menschenwürdigen Lohn, damit sie ihre Kinder auf eine Schule statt zur Arbeit schicken können? Beim Fleisch erleben wir gerade Ähnliches. Muss Fleisch in Deutschland so billig sein, dass die meist aus Osteuropa kommenden Arbeitskräfte unter prekären Verhältnissen leben, nicht krankenversichert sind und auch nicht ordentlich entlohnt werden? Das Ganze nur, damit die Discounter ihren Verbrauchern billiges Fleisch anbieten können, die bei dieser „Ramschware“ auch noch zugreifen. Nicht die Einschränkungen durch Corona machen mich wütend, sondern dass gegen die Missstände, die seit vielen Jahren bekannt sind, niemand etwas unternimmt!

Katharina Kristen

Kolbermoor

Bisher ging man davon aus, dass das Coronavirus durch niesen und husten übertragen wird. Jetzt zeigt sich, dass sich auch schon beim Reden ein Aerosol bilden kann, das dann als infektiöse Wolke in geschlossenen Räumen einige Zeit herumschwebt. Das ist ja auch kein Wunder bei der Größe oder besser gesagt Kleinheit des Virus. Ich habe im Bekanntenkreis schätzen lassen, wie groß der Mensch wäre, wenn man das Virus auf die Größe eines Marienkäfers bringen würde, und den Menschen im selben Maßstab vergrößern würde. Nun, die Antwort ist die, dass der Mensch 100 Kilometer groß wäre – die Schätzungen lagen natürlich weit darunter.

Dr. Richard Kirchlechner

Rott

Professor Wieler vom Robert-Koch-Institut hat vor einer zweiten und dritten Welle von Corona-Infektionen gewarnt. Wo bitte war die erste Welle? Mitte März wurden vom Robert-Koch-Institut Millionen Infizierte und Hunderttausende Tote vorausgesagt. Nichts von alle dem ist passiert. Anscheinend soll mit aller Macht bei der Bevölkerung eine Panik vor der Pandemie erzeugt werden und auch künstlich hoch gehalten werden. Vor Einführung der Maskenpflicht wurden bei den meisten Supermärkten und Discountern die Einkaufswägen desinfiziert. Seit der Maskenpflicht nicht mehr. Mit diesen Masken wird nur eine Sicherheit suggeriert, die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Aber der Großteil der Bevölkerung findet die Maskenpflicht gut. Solange keine Masken lieferbar waren, wurde gesagt sie bringen nichts. Der Kabarettist Dieter Nuhr formulierte es so: Sollte die Anordnung kommen, zusätzlich zu den Masken Taucherflossen zu tragen, wären auch alle dafür. Auch die OVB-Heimatzeitungen machten mittlerweile bei der Panikmache mit. Überschrift im Regionalteil: „Stadt vor nächstem Lockdown?“ Im Text dann, dass kein Grund zur Sorge besteht. Warum dann diese Überschrift? Horst Seehofer hat die Grenzkontrollen wieder verlängert, obwohl etwa Österreich in Bezug auf Infektionen besser als Deutschland dasteht. Aber die Grenzkontrollen sind ja Seehofers Lieblingsthema. Ist das Virus an der Grenze erkennbar und wird dann zurückgeschickt? Anscheinend soll verhindert werden, dass Touristen Geld in Österreich ausgeben. Die Allgemeinheit wird mittlerweile über Gebühr mit Auflagen und Vorschriften gemaßregelt. Die Lebensqualität geht langsam gegen null.

Gerhard Förster

Kolbermoor

Im Moment sind wohl viele froh, dass manche Maßnahmen gelockert wurden und alles wieder etwas lebendiger wird. Der „Shutdown“ wäre meiner Meinung nach auch für alle erträglicher gewesen, wenn die engste Familie sich diese Zeit über hätte sehen dürfen. Nähe, Liebe und Zusammenhalt sind für das Immunsystem und für die Seele immens wichtig und trotzen dem Virus auf andere Weise … Aber was macht dieses Virus mit den Menschen? Die sozialen Veränderungen sind deutlich spürbar: Menschen werden angezeigt wegen Delikten, die ja eigentlich nicht mal gegen das Gesetz verstoßen, mit teilweise drakonischen Geldstrafen. Die Polizei fährt Streife zwischen den Häusern, um den Anzeigen von Nachbarn nachzugehen, anstatt wirkliche Kriminalität zu verfolgen. Warum tun Leute so etwas und noch schlimmer, warum hält die Regierung die Polizei dazu an, solchem Denunziantentum nachzugehen? Ich bin auch für Rücksichtnahme, aber auch Hygiene und Risikominimierung haben zwei Seiten. Immer wieder haben mir Ärzte bestätigt, dass Kinder Viren und Bakterien für ein gesundes Immunsystem brauchen! Stattdessen werden sie, wenn überhaupt, in sterilen Kindergärten oder Schulen untergebracht. Die Kinder, gerade die Kleinsten, werden in die Betreuung „geschleust“ und mit einem eher unguten Gefühl dieser völlig neuen Umgebung überlassen – eine beklemmende Vorstellung! Verstehen Sie mich nicht falsch! Die Krankheit kann bei manchen wirklich ernst verlaufen und ist nicht zu verharmlosen! Das sind aber andere Dinge wie Existenzängste, seelische Störungen bei Erwachsenen und Kindern und weitere, durch diese Maßnahmen verursachte „Schäden“ auch nicht!

Theresa Waldschütz

Bad Feilnbach

Wiederholt wurde die Frage erörtert, wer behandelt werden soll, falls nicht genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung stehen sollten. Die Empfehlung der fachärztlichen Ethikkommission, Vorerkrankungen, Gesundheitszustände, Alter zu berücksichtigen, ist rechtlich problematisch, da sie die Menschenwürde und die Gleichrangigkeit jedes Lebens nicht berücksichtigt. Die Empfehlung stellt im Falle eine durchaus möglichen Strafverfahrens jedenfalls keinen Rechtfertigungsgrund dar. Auch dass sollte dem Leser verdeutlicht werden.

Alois Kröninger

Feldkirchen-Westerham

Wenn jemand im Januar vorausgesagt hätte, dass die Welt so aussieht, wie sie momentan aussieht, hätte man ihn für verrückt erklärt. Und genauso scheint es auch verrückt, dass die Muttergottes seit 39 Jahren sechs jungen Leuten in Medjugorje erscheint. Diese sind nicht müde geworden, die Botschaften der Königin des Friedens zu verbreiten. Der Aufruf zu Gebet, Fasten, Beichten, Eucharistie feiern und Bibel lesen ist in den monatlichen Botschaften um die Welt gegangen. Auch in der letzten Botschaft vom 25. April 2020 ermutigt die Muttergottes, dass diese Zeit eine Anregung zur persönlichen Bekehrung sein möge. In der Abgeschiedenheit sollen wir den Heiligen Geist bitten, dass er uns im Glauben und Vertrauen auf Gott stärkt, damit wir würdige Zeugen der Liebe sind. Die Versuchungen sollen nicht unser Herz verhärten und wir sollen der Abglanz der Liebe Gottes sein und den auferstandenen Jesus mit unserem Leben bezeugen. Die Muttergottes verspricht uns auch ihren Beistand und ihre mütterliche Liebe. Dafür können wir nur von Herzen Danke sagen, denn man erlebt jetzt schon, dass gläubige Menschen zwar auch besorgt sind, aber doch freier von übertriebener Angst und Panik. Und das Schöne beim Glauben ist, dass man nie zu spät kommt, denn wer in der letzten Stunde damit beginnt, bekommt den gleichen Lohn, wie derjenige, der immer schon gläubig war. Dieser Lohn heißt Freude, Gelassenheit und Friede des Herzens. Welch herrliches Gut! Wie sehr aber Gott unser persönliches Mitwirken braucht, erzählt folgende Geschichte: Der Pfarrer geht am Sonntagnachmittag spazieren und entdeckt einen wunderschön gepflegten Garten: herrliche Blumen, Gemüse in Reih und Glied, keinerlei Unkraut. Er lobt den Gartenbesitzer: „Wunderbar, was der liebe Gott und Sie geschaffen haben!“ Darauf entgegnet dieser: „Herr Pfarrer, des sollten’S amoi gseng hom, wie da liebe Gott noch alloa gearbeitet hod.“

Hildegard Sochatzky

Kirchdorf

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