Männerfeindlichkeit gewünscht

Zum Leserbrief von Bettina Moser („Frauenfeindliches Zitat“):

Mit einem Gefühl des „Quod erat expectandum“ (Was zu erwarten war) habe ich den Leserbrief von Frau Moser zum – zugegebenermaßen – nicht gerade frauenfreundlichen Zitat von Jack Nicholson gelesen. Dass sich die Feministinnen immer sofort auf den Schlips getreten fühlen müssen?

Was wäre denn gewesen, wenn anstelle des Nicholson-Zitates folgendes Zitat veröffentlicht worden wäre: „Intelligenz und Charakter sind bei einem Mann unvereinbar“ von Cosima Wagner (1837-1930). Dann hätte Frau Moser vermutlich laut geklatscht, weil Männerfeindlichkeit in unserer heutigen Feminismus-Gesellschaft ja nicht nur akzeptiert, sondern heftigst gewünscht ist. Es ist so, dass der heutige Feminismus die – ursprünglich berechtigten – Forderungen nach Gleichbehandlung nur noch als Vorwand vorschiebt, um hemmungslos Männer-Bashing, Provokationen und Verunglimpfung alles Männlichen betreiben zu können. Es geht schon lange nicht mehr um die Benachteiligung der Frau.

Heute lautet die Parole, dass auf alles Männliche draufgehauen werden muss. Darüber hinaus braucht man sich wegen dieses Spruches nicht gleich so zu haben. Wenn ich als Schwabe wegen jedes schwabenfeindlichen Spruches so einen Zirkus machen würde, käme ich kaum noch dazu, meiner normalen Arbeit nachzugehen.

Manfred Altmann

Rosenheim

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