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Männer wollen unter sich sein

Zu den Berichten über die EM im Frauen-Fußball (Sportteil):

Die Stadien in England sind voll. Die professionellen Fußballdamen beschweren sich, dass in Deutschland kaum Zuschauer zu ihren Spielen kommen und ihre Gehälter im Vergleich zu den Männern geradezu lächerlich niedrig sind.

Es gibt dafür einen Grund. Für die Männer ist Fußball bekanntlich „die schönste Nebensache der Welt“, mit Betonung auf „Nebensache“. Der Hauptgrund, warum es die meisten Männer in die Stadien zieht, lautet, dass Männer ab und zu ein paar Stunden lang unter sich sein wollen. Ohne Frauen, um in der Gemeinschaft Männerrituale auszuleben zu dürfen.

Fußballerischer Fachverstand spielt im Stadion keine Rolle. Es genügt, wenn man ein Feindbild hat, nämlich den Gegner und den Schiedsrichter, was unisono durch lautstarke, meist unqualifizierte Äußerungen zum Ausdruck gebracht wird. Der Anteil der männlichen Zuschauer, für die der Fußball die „Hauptsache“ ist, dürfte bei zehn Prozent liegen.

Warum kommen die Männer nicht in Scharen zu den Frauenfußballspielen? Weil sie dort per Definition nicht unter sich sein können.

Bleibt die ungeklärte Frage, warum die Frauen nicht die Stadien beim Frauenfußball füllen. Die Antwort könnte lauten: Wenn Frauen ein paar Stunden unter sich sein wollen, brauchen sie dazu keinen Fußball.

Volker Lasser

Ampfing

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