Made in Germany?

Zu "Made in Germany" (Im Blickpunkt):

In manchen Bereichen dürfte "Made in Germany" schon lange ein Problem sein. Bei elektronischen Produkten etwa würde ich darin eine Aufkleber-Wirtschaft sehen. Früher waren es oft Radios mit bekannten deutschen Namen, im inneren der Geräte dann japanische Technik. Auch beim analogen SAT-TV gab es einen LNB mit Label aus Rosenheim, innen made in Japan.

Es sind nicht nur die Chips, die wohl in Europa nicht entwickelt und produziert werden, auch die Software für die Produktentwicklung dürfte kaum noch aus Deutschland stammen. Mich wundert es, wie man in dieser globalen Welt, mit den letztendlich auch globalen Rohstoffen, an "Made in Germany" sinnvoll festhalten kann, zum Beispiel bei Elektronik oder Autos.

Zum Vorschlag "55 Prozent Warenwert aus Deutschland" ein Beispiel: Bananen billigst importieren, die Verpackung dazu in Deutschland entwickeln und teuer produzieren - das ergibt dann folgerichtig Bananen "made in Germany".

Dieter Placht

Bruckmühl

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