Lockdownvor Weihnachten:Da lacht Jeff Bezos

Zur Berichterstattung über den neuen Lockdown (Politik- und Bayernteil):

Nein, die „Querdenker“ haben vermutlich unrecht, wenn sie behaupten, die Politik würde die Bevölkerung vor sich hertreiben, indem sie sie in Panik versetzt. Es scheint eher, als ob unsere Regierenden selbst Getriebene wären. Getrieben von der Angst vor dem Vorwurf: „Ihr tut ja nichts“ – denn wie wären sonst weitgehend sinnfreie „Hygienemaßnahmen“ wie die Maskenpflicht in der Rosenheimer Innenstadt zu erklären? Anscheinend auch zunehmend getrieben von Frust und von Wut auf die „verantwortungslosen Untertanen“, denn aus Sicht unserer Oberen können wohl nur diese schuld sein, dass sich das Virus immer weiter ausbreitet! Noch bedenklicher sind Corona-Maßnahmen, die wirtschaftliche Schäden verursachen. Als „Bauernopfer“ mussten in den vergangenen Wochen bereits die Gastronomie (wie war das mit der bayerischen Wirtshauskultur?) und der Kulturbereich (inzwischen von der Politik konsequenterweise gern abwertend als „Unterhaltungsbranche“ betitelt) herhalten – die bestimmt nicht zu den ganz großen Treibern der Pandemie gehörten. Und jetzt – eigentlich unglaublich, dass so etwas möglich ist – die überstürzte Schließung von großen Teilen des Einzelhandels mitten im Weihnachtsgeschäft bei einem R-Wert von kaum über 1. Als ob man damit nicht wenigstens noch eine Woche hätte warten können. Hören Sie, wie Jeff Bezos lacht? Wenn unsere etablierten Parteien fortfahren, mit ihren panischen Seuchenschutzmaßnahmen wirtschaftliche Existenzen zu ruinieren, brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn ihre gerade erst wieder ein wenig konsolidierte Wählerbasis bald schon munter weiter schrumpft.

Bernhard Edlmann

Raubling

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