Lockdown in der Endlosschleife

Endlich wieder Schule: Am 22. Februar öffnen sich in Bayern wieder die Klassenzimmer für die Jahrgangsstufen eins bis vier.
+
Endlich wieder Schule: Am 22. Februar öffnen sich in Bayern wieder die Klassenzimmer für die Jahrgangsstufen eins bis vier.

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie (Politik- und Bayernteil):

Seit über einem Jahr versterben in den Krankenhäusern Patienten an oder mit der Covid-19-Erkrankung. Dies war der Ausgangspunkt für den ersten Lockdown im Frühjahr 2020 und den erneuten ab November. Mike Schier bemerkt in seinem Politik-Kommentar „Lockdown ohne Ziel“ zu Recht, dass es unzumutbar ist, die Entscheidung Lockdown ja oder nein an „scheinbar objektive Kriterien“ zu knüpfen: Über die Weihnachtsfeiertage schwankten Inzidenzwerte über einen großen Bereich. Das sei aber kein voreiliger Grund zur Freude, schreibt Schier, denn man müsse bedenken, dass die Anzahl der durchgeführten PCR-Tests in diesem Zeitraum ebenfalls sehr schwankend gewesen sei, was die schwankenden Inzidenzzahlen erklärten. Schon seit der Veröffentlichung der PCR-Testserie an asiatischen Intensivpatienten im Frühjahr 2020 sollte eigentlich klar gewesen sein, dass auch ein negativer PCR-Test eine Erkrankung durch SARS-CoV-2 keineswegs ausschließt. Ein WHO-Bulletin vom 13. Januar weist darauf hin: Je mehr das Vorkommen der gesuchten Erkrankung in der Testpopulation abnimmt, desto mehr nimmt der Anteil der falsch positiven Tests zu. Die Behauptung, eine hohe Anzahl positiver PCR-Tests bedeute eine hohe Anzahl an infizierten Menschen, ist – zumindest seit dieser Veröffentlichung – bewusste Irreführung! Es ist völliger Unfug, gesunde Menschen mit diesem PCR-Test zu testen und dann nur anhand eines positiven Tests eine Erkrankung zu postulieren. Das kann jeder in seinem persönlichen Umfeld nachprüfen. Auch viele „Corona-Ausbrüche“ sind nur eine lokale Häufung von positiven Tests. Für die Diagnose einer Erkrankung müssen mehrere Diagnosekriterien zusammengetragen werden und ein Kriterium reicht meist nicht aus. Diese Art der Inzidenzzahlgenerierung ist also ungeeignet, um die Fortführung des Lockdowns zu begründen.

Cornelia und Fritz Kreutz

Stephanskirchen

Gern würde ich im kleinen Ort Aschau meine Elektroartikel, Farben, Geschenke und anderes kaufen. Aber die kleinen Fachgeschäfte müssen immer noch geschlossen halten. Währenddessen verdient sich beispielsweise das Drogeriehaus Müller in Rosenheim, so wie viele andere vor allem große Ladenketten, eine goldene Nase. Hier bekomme ich die Artikel, die ein Fachgeschäft sonst verkaufen könnte. Schreibwaren, Spielwaren, Geschenkartikel, Kosmetika, CD, DVD. Und das so lebensnotwendige Lebensmittel Schokolade kann ich im Lindt-Outlet in allen Varianten und Geschmacksrichtungen erwerben. Aber Hosen, Shirts und Schuhe für meinen Sohn, der seit Weihnachten fünf Zentimeter gewachsen ist, bekomme ich nur via Internet. Wo, liebe Geschäftsinhaber seid ihr mit eurem „#handelstehtzusammen“? Der Politik ist das ach so wichtige Rückgrat der Wirtschaft, die klein- und mittelständischen Betriebe, wie man sieht, vollkommen egal.

Uwe Voß

Aschau im Chiemgau

Hinter all diesen Corona-Geschichten tritt die enorme Zerstörungsenergie der Merkel-Söder-Art von Politik hervor. Die Damen und Herren aus der Politik haben den Bezug zur Realität völlig verloren. Sie können sich nicht ansatzweise vorstellen, wie es ist, seine berufliche Existenz zu verlieren. Sie müssen ja selbst nicht einen Cent an Einbußen befürchten. Bestraft werden jene Bürger, die den wirtschaftlichen Wohlstand dieses Landes geschaffen und Steuern erwirtschaftet haben. Die Betonung liegt auf „haben“, denn damit ist es jetzt vorbei. Während im Görlitzer Park der Drogenhandel weiter munter floriert, werden anderswo harmlose Kinder von Rutschen und Klettergerüsten vertrieben. Und das von Polizisten in voller Montur! Ja, und es waren auch heroische Beamte, die die Bürgerschaft auf Schlittschuhen über das zugefrorene Steinhuder Meer verfolgten. Merkel, Söder, Altmaier & Co., ihr habt unser Land tief gespalten und denkt, das Grundgesetz gilt für euch nicht. Ihr, denen nichts anderes einfällt, als die Maßnahmen weiter, weiter und weiter zu verschärfen und die arbeitenden Bürger immer mehr zu schröpfen (CO2-Besteuerung), seid längst zu einem Standortrisiko geworden und das nicht nur wegen Corona. Ihr habt in einer schwierigen Situation total versagt.

Robert Wimmer

Vogtareuth

Die bissigen Meinungen und hetzerischen Kommentare von Herrn Georg Anastasiadis sind unerträglich. Er weiß hinterher immer alles besser und behauptet vier Wochen später genau das Gegenteil! Dies ist in der jetzigen Corona-Krise nicht hilfreich, sondern kontraproduktiv und spielt den Corona-Leugnern und der „Querdenken“-Bewegung in die Hände! Note sechs! Setzen!

Maria Fußeder-Elmauer

Feldkirchen-Westerham

Vielleicht kennt die Leserbriefschreiberin Gisela Munker den Unterschied zwischen Corona-Leugnern und Kritikern der staatlichen Maßnahmen gegen die Pandemie nicht. Die allermeisten Beiträge setzen sich kritisch mit den Maßnahmen auseinander, was man auch wissenschaftlich durchaus begründen kann, und sind somit im demokratischen Diskurs wichtige und unverzichtbare Beiträge. Das hat mit dem Leugnen des Virus nichts zu tun. Dies wäre auch völlig unwissenschaftlich. Bezüglich der Dauer des Lockdowns scheinen einige Politiker nun jedes Augenmaß verloren zu haben. Solange man an einer im Winter nicht erreichbaren Inzidenz von weit unter 50 für Lockerungen festhält, fährt man den Karren insgesamt immer mehr an die Wand. Kein Wunder, dass laut der jüngsten Umfrage die Zahl derer überwiegt, die die staatlichen Maßnahmen ganz oder überwiegend ablehnen. Interessant dazu ist auch die Aussage von Markus Söder beim „Impfgipfel“, Öffnungen werde es geben, „wenn die Zeit dafür reif ist“, was auch immer das bedeuten mag.

Martin Stemberger

Rosenheim

Sinnvoll ist, die Todeszahlen altersabhängig zu betrachten. So ist festzustellen, dass die Todesraten bei den bis zu 79-Jährigen annähernd denen der Jahre zuvor entsprechen. Erst bei den über 80-Jährigen zeigten sich Ende des Jahres 2020 Abweichungen, wobei zu beachten ist, dass auch jedes Jahr immer mehr in diese Altersgruppe kommen. Außer, dass dadurch automatisch die Sterblichkeitsrate ansteigt, ist im Zusammenhang mit Corona festzustellen, dass hier über 90 Prozent in Pflegeheimen und Altersheimen sterben. Nach über einem Jahr sind auch immer noch keine Antworten zu finden auf Fragen, wo stecken sich überhaupt Personen vorwiegend an, wie viele Prozent der Bevölkerung sind ansteckbar, wie viele Personen merken gar nicht, dass sie angesteckt wurden, bei wie vielen ist der Krankheitsverlauf harmlos, warum stecken sich Personen an und andere nicht. Eines weiß man aber mit Gewissheit: dass die Schwachstellen unsere Alten- und Pflegeheime sind. Es kann nicht sein, dass wenige Politiker und Berater ein ganzes Volk einsperren, Geschäfte schließen, sportliche Aktivitäten beschneiden, Kitas und Schulen schließen und die Wirtschaft an die Wand fahren, wo die Lösung praktisch schon auf dem Tablett serviert ist. Es ist dort anzupacken, wo die Schwachpunkte sind, also in Alten- und Pflegeheimen. Von nichtssagenden Inzidenzzahlen muss man sich verabschieden, wie auch von der einfachen Denkweise, da machen wir halt mal wieder einen Lockdown, wenn’s nicht passt. Das ist ein Armutszeugnis und zeigt die Hilflosigkeit unserer wohl überforderten Politiker.

Wolfgang Tauber

Bruckmühl

Status quo in Deutschland: Lockdown in Endlosschleife. Frau Merkel bleibt stur auf ihrem Weg mit ihren Null-Covid-Beratern. Die Inzidenz wird einfach auf 35 heruntergesetzt. Ein Wille zu einer Öffnungsstrategie ist nicht mehr zu erkennen. Bald gibt es nichts mehr zu öffnen! Die Regierung fährt sehenden Auges die Wirtschaft an die Wand, das soziale Zusammenleben findet nicht mehr statt. Kinder brauchen psychologische Betreuung, Erwachsene driften in Depressionen ab. Täglich finden Talkshows mit weichgespülten Journalisten statt, die alles abnicken, was Frau Merkel und Herr Söder von sich geben. Herr Söder betet jetzt sogar. Statt beten sollte er lieber Bayern wieder in Schwung bringen und endlich aufhören, uns für blöd zu verkaufen. Aber wird haben ja alles richtig gemacht...

Petra Neumaier

Taufkirchen

Kommentare