NPD und die Linke nicht gleichsetzen

Zur Diskussion um die Linke (Berichte im politischen Teil):

Wie kann Deutschland sicherer werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich Herr Hans-Peter Friedrich als Innenminister. Er kommt zu Schlussfolgerungen, die mir nicht verständlich sind. So sieht er in der Überwachung von 27 Abgeordneten der Linksfraktion mit geheimdienstlichen Mitteln keinen Anlass, sich aufzuregen. Als unerträglich empfinde ich, wie der Minister die Linken und die NPD gleichsetzt. Auch wenn Friedrich als Mann der leisen Töne bekannt ist, müsste ihm auffallen, dass von den Städten wegen Störung der öffentlichen Ordnung nicht zugelassene Aufmärsche der NPD von den Gerichten in der zweiten oder dritten Instanz innerhalb kürzester Zeit aufgehoben werden. Die NPD kann dann mit ihren schwarz-weiß-roten Fahnen und runenähnlichen Zeichen Naziparolen grölend durch die Stadt ziehen - zu Ehren von Hitlers Stellvertreter Rudolf Hess oder in Gedenken an die gefallenen Helden. Polizeibeamte müssen dann die demonstrierenden Gewerkschafter und Ruhe fordernden Bürger verfolgen und zur Anzeige bringen. Die Linke und die vom Innenminister namentlich genannte Sarah Wagenknecht ziehen nicht gewaltbereit durch unsere Städte, sondern zeigen in ihrer Politik Wege auf, um die Eurokrise zu überwinden.

Leo Kaaserer sen.

Wasserburg

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