Lieber neue Lampen: Ursache ist das Planerhonorar

Zum Bericht „Licht aus bei den Bestandsleuchten“ (Lokalteil):

In der Stadtratssitzung in Neumarkt-St. Veit im Dezember 2020 haben sich die Stadtratsmitglieder eindeutig für das Bürgervotum – für den Erhalt der Bestandsleuchten – ausgesprochen. Es „leuchtet“ mir ein, dass die Experten (Planer) sich für neue, teure Lampen aussprechen. Warum? 17 Prozent Planerhonorar auf förderfähige Baunettokosten könnten doch ein guter Grund für 25 neue teure Lampen sein! Natürlich möchten Planer lieber neue Lampen, statt den Erhalt der Bestandslampen, teuren Granit statt günstigem Klinker, Flaniermeilen statt funktionellem Parkkomfort, neue Bäume statt dem Erhalt und der Pflege der Bestandsbäume, Ruheoasen mit Bodenleuchten – das Überleben der (ihnen unbekannten) Geschäfte ist ihnen egal. Es gibt ja in ein paar Jahren wieder Fördermittel zur Wiederbelebung unserer Innenstadt.

Unsere Steuergelder müssen verbraucht werden, die Fördertöpfe sind voll! Oder kann es sein, dass diese sich durch die Folgen der Corona-Pandemie leeren/geleert haben? Dass Steuergelder vermehrt für das Überleben der Menschen, für Impfstoffe, Kurzarbeitergelder und soziale Ausgaben benötigt werden als für eine Luxussanierung unseres Stadtplatzes? Die Bürger resi gnieren und mittlerweile kann ich das sehr gut nachvollziehen, Bürgerbeteiligung ist nicht erwünscht!

Planer mit Interessenskonflikten und auswärtige Experten sind für Bürgermeister und Stadträte (bis auf zwei Ausnahmen) die Einzigen, die Ansagen und Entscheidungen für unseren Stadtplatz treffen dürfen. An deren Aussagen haftet man, andere Meinungen sind unerwünscht, Risiken für die Geschäftswelt werden ignoriert. Und noch etwas zur Erinnerung: Das Zählen der Parkplätze durch „Experten“ ging ja auch nur um 30 daneben!

Eva Guse

Neumarkt-St. Veit

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