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Lieber dunkles Weißbier im heimischen Garten als ein Cocktail in der Karibik

Zum Bericht „Karibik statt Quarantäne“ (Regionalteil am 29. März):

Allen die beim Lesen von „Karibik statt Quarantäne“ neidisch wurden, gebe ich zu Bedenken: Man kann die derzeitige räumliche Distanzierung (es muss ja nicht gleich eine Quarantäne sein) durch radikale Selbstabsonderung in die Karibik ersetzen. Man sollte aber das Für und Wider sorgfältig abwägen.

Kann man auf den Antillen einen Tagesausflug auf einer der drei „Heuberg“ machen? Welches dunkle Weißbier wird angeboten? Das wird schon nördlich des Mains kritisch und dann erst in der Karibik!

Zugegeben: Ich kann es derzeit nicht im Biergarten genießen, aber zumindest tragerlweise kaufen. Wie schaut es mit der Eiselfinger Hoamatrundn oder dem Wasserburger Radrundweg aus? Zumindest der letzte ist angesichts geschlossener Raststätten logistisch he rausfordernd, aber trotz Corona durchaus machbar.

Ich bezweifle auch stark, dass bei ständig schönem Wetter das Anhören von Schuberts „Winterreise“ ein Genuss ist. Sogar das Eintauchen in einen Roman kann ich mir bei 30 Grad am Antillenstrand nicht so gut vorstellen.

Ich hatte noch nie in meinem Leben Flip-Flops an und kann nicht erkennen, dass mir da was entgangen ist. Vielleicht beruht die behauptete schlechte Stimmung in der Bundesrepublik (ich bin gut gestimmt) zum Teil auch darauf, dass schon seit langem in den Medien und im Web Wünsche geweckt werden, die man bei näherem Hinschauen als Luftblasen erkennt.

Auch bei Eigenquarantäne in der Karibik gilt die Lebensweisheit von Tscharli Häusler (die Münchner Gschichten werden gerade im BR wiederholt und sollten auf Grenada jeden in das nächste Flugzeug nach München hüpfen lassen): „Des muasst meng, sonst magst as ned.“

Herbert Huber

Wasserburg

„Karibik statt Quarantäne“: Schon die Überschrift dieses Beitrags ist provokativ nach den vielen und großen Worten in allen Medien bezüglich der Entwicklung rund um die Pandemie. Denn vor allen Dingen hörten wir immer wieder gebetsmühlenartig die gleiche Warnung: „Keine wirklich notwendigen Reisen, nirgendwohin!“

Was soll dieser Artikel also bewirken? Das Paar aus Eggstätt fühlt sich auf Grenada „sicherer als hier und sie leben besser als in Deutschland“. Wenn das so ist, kann man die beiden nur beglückwünschen. Nur warum müssen wir das im OVB lesen, in genau diesen Tagen?

Nach Monaten daheim bei Homeoffice und Homeschooling und ohne Urlaub baut es einen richtig auf, wenn man liest, dass die Regierung auf der kleinen Karibikinsel Grenada dafür sorgt, dass Corona-Zahlen so niedrig bleiben. Die Insel gilt laut Artikel als corona-frei, mit offenen Bars, Restaurants und Livemusik. Nach meiner Information sieht das Auswärtige Amt das allerdings anders!

Wie schön, dass es für das Paar vollkommen problemlos war, auch mit 68 beziehungsweise 70 Jahren schon eine Impfung „unter Palmen“ zu bekommen, nachdem sie mal kurz mit dem zuständigen Gesundheitsminister Klartext geredet hatten. So einfach kann das Leben sein, das habe ich kapiert, womöglich fehlt uns tatsächlich der „Schuss karibischer Gelassenheit“.

Aber die guten Ratschläge von dort zu bekommen, wie wir hier in Deutschland alles besser machen könnten, das finde ich – mit Verlaub – überflüssig wie einen Kropf!

Und dass unser Verhalten „die beiden zunehmend von Deutschland abstößt“ und die Heimatzeitung all dies auf der ersten Seite abdruckt stößt mich zunehmend von dieser Zeitung ab. Dass es das OVB nötig hat, sich auf Bild-Zeitungs-Niveau zu begeben, finde ich schade!

Inge Hörauf

Eggstätt

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