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OVB-Leserforum

Distanzierung, Appelle und Vorschläge: Zu den Berichten über die Streitigkeiten in Ramerberg

Ein Mediator soll im Ramerberger Gemeinderat für Frieden sorgen, dessen Vorgehensweise halten jedoch nicht alle Räte für sinnvoll.
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Zum aktuellen Geschehen in Ramerberg haben uns einige Leserbriefe erreicht.

In Ramerberg streiten einige Vereine, oder zumindest einzelne Vertreter, offen mit dem Bürgermeister. Die Situation ist verfahren und geprägt von gegenseitigen Vorwürfen. Entzündet hat sich der Streit an einem vorerst gescheiterten Sportplatz-Neubau. Dazu haben uns einige Leserbriefe erreicht.

Leserbrief von Helmut Maier, Albaching

Das Sportplatzdilemma in Ramerberg verfolge ich nun schon seit einiger Zeit mit großem Interesse, denn immerhin habe ich in Albaching fast 20 Jahre den Sportverein als Ersten Vorsitzenden geführt und war zudem seit Vereinsgründung in mehreren Vorstandsfunktionen tätig.

In meiner Amtszeit ist unter anderem das Sportzentrum in Albaching mit seinen zwei Spielplätzen, der Stockbahn den Tennisplätzen und dem Sportheim entstanden. Dies war sicher nur möglich, weil alle an einem „Strang“ gezogen haben: die damalige Einheitsgemeinde Pfaffing mit den Bürgermeistern Asböck und Seidinger und die Vereinsmitglieder, die mit viel Einsatz bei diesem großen Projekt angepackt haben. Für das Gesamtvorhaben war der SV Albaching der Bauherr.

Mein Rat an die Ramerberger Entscheidungsträger: Bedenkt, dass es den optimalen Standort für ein Sportgelände nicht gibt. Es wird immer wieder Einwände von den verschiedensten Personen und Trägern öffentlicher Belange geben. Ich meine, dass diese Örtlichkeit in Zellerreit mit dem geplanten Fußballfeldern sicher ein Vorhaben mit Zukunft ist. Man muss ja hier die Gesamtplanung sehen. Letztlich kann hier ein kleines Sportzentrum für das so wichtige Ramerberger Vereins- und Gesellschaftsleben entstehen.
Und die bisher vorgebrachten Bedenken gegen das Vorhaben sind meines Erachtens nicht so groß, dass damit das ehrgeizige und notwendige Projekt scheitern müsste. Und die befürchteten Zufahrt-Verkehrsbeeinträchtigungen können meines Erachtens im Wesentlichen durch Schutzmaßnahmen weitgehend kompensiert werden.

Es soll doch keine „unendliche Geschichte“ werden und nicht irgendwann die unermüdlichen „Ehrenamtlichen“ die Nase voll haben.

Lesen Sie auch: Viel Streit, viele Emotionen: Ramerberg ist ein kleiner Ort mit drei großen Baustellen

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Leserbrief von Andrea Deml, Ramerberg

Zur Berichterstattung „Rameberger Vereine proben Aufstand“ nehmen wir Stellung: Die Schützengesellschaft Zellerreit und deren Mitglieder proben keinen Aufstand gegen den Bürgermeister Manfred Reithmeier. Diese Darstellung ist schlichtweg falsch. Weder die Vorstandschaft noch die Vereinsmitglieder wurden im Vorfeld über diese Stellungnahme und diese Aussagen informiert. Ganz im Gegenteil! Bei der Ausschusssitzung im August 2021 wurde ganz klar formuliert, dass sich der Verein neutral verhält. Wir als Schützengesellschaft haben bisher keine negativen Ereignisse, was unseren Verein betrifft, zu nennen.

Wir als Verein wollen den Zusammenhalt der Gemeinde und nicht Streitigkeiten fördern. Allein die Tatsache, dass Vereinsmitglieder aus beiden Lagern sich freitags zum Schießabend treffen, sollte hierfür Beleg genug sein.

Alle Nachrichten zu Ramerberg finden Sie auf der OVB-Themenseite.

Oben genannter Artikel spiegelt die private Meinung eines Vereinsmitgliedes, beziehungsweise unseres 1. Vorstandes. Seine private Meinung wird im Verein respektiert, ist aber keinesfalls die Meinung aller Vereinsmitglieder. Es sind alle Meinungen erlaubt, niemandem wird eine Meinung aufgezwungen. Daher distanziert sich der Verein Schützengesellschaft Zellerreith e.V. von diesem Artikel und dieser Darstellung der Meinungen.

Die Aussage, dass wir als Verein den Bürgermeister nicht einladen, ist falsch. Die Einladung zur Jahreshauptversammlung wurde aufgrund Corona nur an die Vereinsmitglieder (Herr Reithmeier ist auch ein Vereinsmitglied) ausgesprochen. Es wurden keine Gastschützen und Gemeindevertreter eingeladen, damit alle interessierten Vereinsmitglieder die Möglichkeit haben, an der Versammlung teilzunehmen und nicht wegen den damals aktuellen Beschränkungen ausgeschlossen werden müssen.

Lesen Sie auch: Zerstrittene Lager in Ramerberg sind sich in einem Punkt einig: „So geht es nicht weiter“

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Leserbrief von Tobias Czempinski, Ramerberg

Mit Verwunderung habe ich verfolgt, die Vergütung des Ramerberger Bürgermeisters Reithmeier als Skandal zu stilisieren. Dabei sieht die Gemeindeordnung vor, dass der erste Bürgermeister für kleinere Gemeinden ein Ehrenbeamter (ehrenamtlicher Bürgermeister) sein soll, dessen steuerpflichtige Entschädigung geregelt ist und durch das Landratsamt geprüft wird. Bürgermeister Reithmeier hat sein monatliches Netto mit cirka 2.700 Euro angegeben. Stellt man dies dem veröffentlichten Netto des Alt-BM von etwa 3.400 Euro gegenüber, wird deutlich, dass die Vorwürfe ungerechtfertigt sind. Mit einem Brutto von cirka 4.640 Euro (A13) wäre Reithmeier als hauptamtlicher Bürgermeister ein weit höherer Kostenfaktor für die Gemeinde.

Die Aussage in einem Leserbrief, dass die Tätigkeit von Reithmeier als ehrenamtlicher Bürgermeister „ein Schlag ins Gesicht für all jene ist, die sich wirklich und ehrlich ehrenamtlich engagieren“ greift alle ehrenamtlichen Bürgermeister an, nicht nur Reithmeier, der sich zudem seit Jahrzehnten ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Ramerberg engagiert. Somit entbehrt diese „entehrende“ Äußerung jeglicher Grundlage, aber leider häufen sich in letzter Zeit persönliche Angriffe. Hintergrund ist wohl der Konflikt um den Sportplatz in Zellerreit, für den es aktuell keine politische Mehrheit gibt und bei dem Reithmeier als Gegner gilt. Gemäß dem Motto der Plakate des SV Ramerberg „Wir kämpfen weiter!“ scheint dafür fast jedes Mittel Recht zu sein.

Sie haben eine Meinung zu diesem Thema? Klicken Sie hier und schreiben Sie uns einen Leserbrief.

Ich wünsche mir, dass der durch Wahlen erzielte politische Istzustand anerkannt wird, gewählte Vertreter ihre Arbeit frei von Angriffen ausüben können und die Auseinandersetzung zu den wichtigen, teils kontroversen Themen wieder sachlich geführt wird. Voraussetzung dafür ist, miteinander in einer wertschätzenden Art und Weise zu sprechen, bei allen Gegensätzen.

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