"Mit Eurem Verhalten spuckt Ihr uns auf die Füße!": Leserbriefe zu Corona-Demos in der Region

Corona Demo Rosenheim
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Viele Menschen wünschen sich Lockerungen der Auflagen, die wegen der Corona-Pandemie gemacht wurden. Einige gehen dafür auch auf die Straße. Die Leser der OVB-Heimatzeitungen bewegt die jüngste Kundgebung in Rosenheim. Nicht alle haben die gleiche Meinung dazu.

Zur Berichterstattung über die Demonstrationen in Rosenheim und Bayern (Berichte im Regionalteil):

"Braucht aktuell keiner"

Helmut Quitt, Rosenheim: Mir ist unerklärlich, wieso in Zeiten, wo es der Polizei darum geht, Gruppenbildungen zu verhindern, eine Demonstration mitten in Rosenheim genehmigt wird. Lasst die Demo auf der Loretowiese stattfinden, da kann man den Zugang kontrollieren, auf dem Max-Josefs-Platz ist das nicht möglich. Wenn dann die eh schon hohen Infektionszahlen wegen solcher Fehlentscheidungen wieder ansteigen, kommt es zum nächsten Lockdown. Der Rosenheimer Einzelhandel hat momentan eh schon zu kämpfen, so eine Demo mitten in der Stadt braucht aktuell keiner.

"So ein Kasperltheater"

Stephan Mikat, Chiemsee- Kasperltheater Prien: Solche Demonstrationen werden genehmigt. Wenn es nicht so diskriminierend wäre, würde ich jetzt schreiben „So ein Kasperltheater“. Nur das Kasperltheater selbst ist wie viele andere Veranstaltungen verboten. Aber sind wir eine Großveranstaltung? Nein, zu einem Kasperltheater kommen, wenn es hoch kommt, bis zu 100 Zuschauer. Und die Kinder brauchen ihren Kasperl. Sicherlich dürfen sie jetzt wieder auf öffentlichen Spielplätzen herum toben. Wie soll hier der Mindestabstand kontrolliert werden? Den würden wir bei jeder Kasperlvorstellung in einem Veranstaltungssaal problemlos hinbekommen.

"Eigene Wahrheit, abseits von vorgeführten Zahlen und Statistiken"

Maria Grizelj, Kolbermoor: Endlich hat sich eine große Menge positiver und wacher Menschen in friedlicher Gesinnung aufgemacht und sich in der Mitte Rosenheims gemeinsam versammelt. Die Botschaft war und ist „Wir sind trotz Angst und Panikmache immer noch im Vertrauen.“ Dass sich Menschen wieder begegnen und in Resonanz gehen wollen, kann dabei auch als ein positives Zeichen gedeutet werden. Vielleicht hinterfragen einfach schon mehrere Menschen die große Inszenierung der letzten Wochen?

Und vielleicht fühlen angesichts der derzeitigen einzuhaltenden Sicherheitsvorkehrungen einfach auch mehr Menschen genau so, wie es am Samstag auf einem Banner stand: „Wenn das unsere Welt ist, dann bin ich weltfremd...“ Die gute christliche Nachricht lautet doch „Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft und der Besonnenheit.“ (2 Timotheus 1,7). So darf man im Leben auch seinem Herz und seiner Intuition vertrauen und seine eigene Wahrheit, abseits von vorgeführten Zahlen und Statistiken entdecken. Diese Botschaft war am Max-Josefs-Platz wunderbar zu spüren. So wünsche ich mir in diesen aufwühlenden Zeiten, in denen jeder auf seine Art nach Stabilität, Wahrheit und Zuversicht sucht, reichlich Toleranz und Mitgefühl im gegenseitigen Miteinander.

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"Hunderte von Leuten in Gefahr"

Luisa Larsen, Rosenheim: Am Muttertag arbeitete ich im Rosenheimer Krankenhaus. In meiner kurzen Frühstückspause um 10 Uhr, nachdem ich schon fünf Stunden auf den Beinen war, habe ich die Bilder und die Berichte von der Demonstration gelesen. Es fällt mir schwer, es in Worte zufassen, wie wütend und enttäuschen ich bin. Ich mache Überstunden, arbeite an Feiertagen, habe stundenlang Schutzkleidung (Maske, Haube, Schutzkittel, Fußschutz, Brille und Handschuhe) an und gefährde nicht nur meine Gesundheit, sondern auch die Gesundheit meiner ganzen Familie! 

Und dann sehe ich auf den Bildern, dass die meisten Menschen keine Masken tragen und die Abstände nicht einhalten. 

Sehr geehrte Demonstranten, Ihr fordert Freiheit! Mit eurem Verhalten zeigt Ihr, dass Ihr für Freiheit nicht bereit seid, da Ihr mit eurer Demonstration Hunderte von Leuten in Gefahr bringt und das Risiko eingeht, dass immungeschwächte Personen oder ebenso Freunde und Verwandte infiziert werden und daran sterben. Außerdem würde ich euch anraten, ein Praktikum im Krankenhaus zu machen, damit ihr der Arbeit, die hier von Pflegern, Ärzten, Reinigungsdamen, Physiotherapeuten, Bettenaufbereiter und noch vielen weiteren Berufsgruppen geleistet wird, Respekt entgegenbringt. Mit Eurem Verhalten spuckt Ihr uns auf die Füße! Ihr fordert Freiheit. meines Erachtens könnt Ihr mit Freiheit nicht umgehen!

"Was geht in euren Köpfen vor?"

Michael Bothe, Traunwalchen: Lachend, mit Kindern und zum Teil eng beieinander sitzend, ohne Maske gegen Corona-Anweisungen zu demonstrieren, muss ganz etwas Tolles sein. Hier die Zahlen vom 8. Mai aus Rosenheim: zwölf neue Corona Fälle und drei Tote. Was geht in Euren Köpfen vor? Was sagt Ihr, wenn Ihr demnächst unter den neuen Fällen seid?

Zweite Pandemie-Welle

Sylvia Liebl, Zaisering: Was bewegt Bürger dazu, sich so unverantwortlich zu verhalten, dass man an einem schönen Samstag sich mit über 100 anderen Mitmenschen in der Innenstadt von Rosenheim trifft, um für sein „Grundrecht“ zu demonstrieren? Wenn ich sehe, dass auf einem Platz oder vor einem Geschäft in einer langen Schlange so viele Leute stehen oder sitzen, dann gehe ich inzwischen woanders hin und komme später zurück. Unsere Geschäftsleute, Wirtsleute, private Personen, die in Wohnungen wochenlang unter der Quarantäne gelitten haben, müssen zuschauen, wie – kaum dass ein Lichtblick am Horizont zu erkennen ist – so viele Menschen sonnenbadend riskieren, dass alles weder schließen muss, weil die Infektionsrate wieder nach oben schießt! 

Ist es euch wirklich egal, wenn dann viele Betriebe endgültig schließen müssen und Arbeitsplätze massiv verloren gehen? Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass viele eine zweite Pandemie-Welle mit wochenlangen Schließungen überleben können! Nicht nur, dass Ihr euch selbst der Gefahr der Ansteckung aussetzt, nein, auch unsere Polizeibeamten, Sanitäter und Notärzte, die bei solchen Demos anwesend und zur Not auch eingreifen müssen(!), werden dieser Gefahr unüberlegt ausgesetzt! Haltet 2020 einfach mal gewisse Sicherheitsmaßnahmen ein, denn ansonsten haben wir schlechte Chancen, dass wir Covid-19 besiegen. Danach, wenn wir es gesundheitlich geschafft haben, wenn unsere Geschäfte, Betriebe und Arbeitsplätze erhalten werden konnten, dann kann man das Leben wieder mit wenigen Einschränkungen genießen. Ist doch schön, wenn alles entschleunigt ist.

"Völlig uneinsichtig"

Gerhard Schwägerl, Rosenheim: Mit Schrecken habe ich den Bericht über die Demo am Max-Josefs-Platz in Rosenheim gelesen. Haben diese Leute immer noch gemerkt, dass wir seit März ein Pandemie haben, die schon Tausende von Todesfällen in Deutschland verursacht haben? Und dann sitzt man sich noch hin ungeschützt und auf engstem Raum und beruft sich auf Meinungs-und Versammlungsfreiheit. Nur zur Klarstellung: Auch die noch nicht infizierten Bürger haben ein in der Verfassung festgeschriebenes Grundrecht, dass sie nicht böswillig angesteckt werden. 

Für mich sind die Teilnahmer an der Demo völlig uneinsichtig. Die Hauptsache ist, man war gegen etwas – was heutzutage manchmal daneben ist. Solchen Individuen sind daran schuld, dass wir noch länger mit Beschränkungen leben müssen, auch dass die fleissigen und fürsorglichen Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger besonders ausgelastet sind. Gerhard Reitberger Bad Aibling Ja, jeder Mensch hat Grundrechte, verankert in unserer Verfassung. Und auch ich würde lieber in einer Zeit leben, in der es keine Pandemie gibt. Aber mein Recht hört da auf, wo das Recht eines anderen beschnitten wird. Mir fehlt Verständnis für diese Demos! Statt „Wir halten zusammen“ heißt es jetzt: „Ich mache, was ich will!“

Hauptsache, der Einzelne kann sich selbst verwirklichen. Und dafür ist dann der Staat da: Dass den Unverantwortlichen, Uneinsichtigen, Egoisten ein Regelwerk vorgegeben wird, das letztendlich das Wohl aller Menschen schützt. Jeder Mensch hat von Geburt bis zum Tod dieselben Rechte (und Pflichten), und ein gesunder Mensch keine anderen als ein kranker. „Sollen doch die Alten und Kranken sterben, Hauptsache, ich kann mich verwirklichen?!“ Es ist nur ein kleiner Schritt von einer Entscheidung Dritter, wer leben darf oder sterben kann, zur Euthanasie. Die Extremisten lassen fröhlich grüßen, nutzen die Demos gleich noch für deren eigene Zwecke und freuen sich mit den Ego-Demokraten über die Publicity. 

Betrieben, Kirchen und Einrichtungen drohen hohe Bußgelder oder sogar die Schließung bei Verstößen gegen die Regelungen. Das gilt hoffentlich auch für die Verantwortlichen der Demos! Wir sollten uns eigentlich freuen, dass die Politik unter Abwägung vieler wichtiger Aspekte hart daran arbeitet, damit ein gesellschaftliches Leben auch mit dem Virus dauerhaft möglich ist. Wenn jeder von uns verantwortungsbewusst mitmacht, schaffen wir es – und die staatlichen Regelungen können zurückgenommen werden. Dafür sollten wir demonstrieren!

"Versammlung auflösen"

Sylvia Perner, Neubeuern: So verantwortungslos und unsozial muss man erst mal sein! Die Wahnsinnigen, die sich da vor der Oper versammelt haben, nehmen das Coronavirus anscheinend nicht ernst. Sie zeigen damit, dass die Gesellschaft ihnen egal ist. Ich verstehe nicht ganz, warum die Polizei in solchen Situationen nicht massive Bußgelder verhängen und die Versammlung auflösen kann. Und ich bin eindeutig für den Erhalt unserer Demokratie und unseres Grundgesetzes!

"Regt zu Diskussionen an"

Reinhard Retzer, Lohkirchen: Für die Bewahrung der Grundrechte gehen aktuell an verschiedenen Orten Menschen auf die Straße. Sie fühlen sich durch die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt. Das Demonstrationsrecht ist ein hohes und gutes Recht. Allen, die für ihr Anliegen auf die Straße gehen und dabei friedlich und geregelt ihren Willen kundtun, gebührt grundsätzlich einmal Respekt. Ihr Verhalten regt zu Diskussionen an, die politische Entscheidungen beeinflussen können. 

Respekt gebührt aber auch dem Rechtsstaat und allen seinen Vertretern, die dieses Demonstrationsrecht um- und durchsetzen müssen: den Polizisten, den Entscheidungsträgern vor Ort, aber auch den Mitarbeitern in den Verwaltungsbehörden, die für uns Bürger ein nach rechtsstaatlichen Regeln funktionierendes Gemeinwesen aufrechterhalten. Anerkennung verdienen nicht zuletzt auch denjenigen, die für die Versorgung der schwer an Covid-19 Erkrankten in unseren Krankenhäusern an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gehen müssen. Demonstranten, die bewusst gegen Abstands- und Demonstrationsregeln verstoßen und den vor ihn stehenden Polizisten „etwas husten“, lassen genau das vermissen, was sie für sich von anderen, insbesondere vom Staat erwarten: Respekt! Sie erweisen ihrem eigenen Anliegen nach einer sachlichen Diskussion einen Bärendienst. Oder wollen sie gar keine sachliche Diskussion?

Krise trifft viele extrem hart – aber: "Gehts noch?"

Jürgen Beier, Grassau: Meine Großmutter, Jahrgang 1898, hat zwei Weltkriege miterlebt, sechs Kinder unter schwersten Bedingungen großgezogen, einer davon fiel im Zweiten Weltkrieg. Zwei mal wurde sie heimatvertrieben, hat Haus und Hof verloren und ist mit nichts als einem Koffer und zwei der noch minderjährigen Kinder kurz vor dem Mauerbau über die Grenze geflüchtet. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie jemals gejammert oder sich über beschnittene Grundrechte und mangelnde Freiheit beklagt hätte. Und heute? 

Die Menschen drehen durch, weil sie, und das aus gutem Grund, mal ein paar Wochen nicht feiern oder ihre Freizeit nach Gusto verbringen dürfen. Geht’s noch?! Gott sei Dank ist die Mehrheit der Bevölkerung anders drauf. Natürlich gibt es viele Menschen, die diese Krise extrem hart trifft. Seltsam nur, dass diese Personen weitestgehend auf Radau verzichten. Vielleicht sollten die Medien dieser demonstrierenden Minderheit weniger Aufmerksamkeit widmen. Man muss nicht über jeden Schwachsinn berichten, nur damit Schlagzeilen erzeugt werden.

Was Demokratie zu bedeuten hat

Christina Dümmer, Halfing: Vielerorts haben am Wochenende Demonstrationen stattgefunden. Demonstrationen: Ein Grundrecht, das in einer Demokratie vorgesehen ist. Aber was man bei diesen Demonstrationen auf Plakaten zu lesen bekommen hat, hat mich erschüttert. Es wird demonstriert gegen Beschränkungen der Menschenrechte durch Corona-Maßnahmen, gegen Impfzwang und anderes. Den Vogel schießt eine Demonstrantin ab, die passenderweise „vorm Hirn“ eine Schutzmaske trägt, auf der zu lesen ist „Diktatur“. Ich bezweifle, dass der ein oder andere Teilnehmer der Demonstrationen weiß, was Demokratie zu bedeuten hat. Und zwar nicht: Jeder kann machen, was er will. 

Der Dame kann ich nur empfehlen, sich mit einschlägigen Diktaturen zu beschäftigen, um zu wissen, in welchem Gesellschaftssystem wir glücklicherweise leben dürfen. Und allen anderen demonstrationsfreudigen Menschen, die sich nicht an die Corona-Auflagen gehalten haben, möchte ich sagen, wie diese Rücksichtslosigkeit bei Menschen ankommen muss, die Tag und Nacht im Einsatz sind für Corona-Kranke und den Schutz der Bevölkerung. Seid froh, dass Ihr gesund seid.

"Warte dringend auf den Impfstoff"

Eveline Seelig, Brannenburg: Unserer Bundes- und Landesregierung danke ich von ganzem Herzen für die Umsicht und Vorsicht im Umgang mit dem Corona-Virus Covid-19. Nur diesen strikten Vorsichtsmaßnahmen haben wir es zu verdanken, dass Deutschland bisher so glimpflich davon gekommen ist mit Erkrankungen und Todesfällen. Empört bin ich über die Proteste, sogar von Wissenschaftlern und Ärzten, die von Freiheitsentzug sprechen. Auch ich bin 1961 aus der DDR mit meinen Eltern geflüchtet, habe aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl einer Freiheitsbeschränkung durch Covid-19. Dass wir leben und gesund sind, haben wir allein der Vorsicht und Sorge dieser Politiker zu verdanken. 

Besonderen Dank spreche ich Herrn Söder aus und unserer bisherigen Oberbürgermeisterin Frau Bauer aus, die sofort das Meisterkonzert abgesagt hat. Sogar ein Donald Trump musste einsehen, dass Covid-19 kein Fake ist; die Todeszahlen in USA sprechen eine eigene Sprache, wie auch in vielen anderen Ländern, die es zu Beginn nicht so genau nahmen. Können so viele Menschen nicht konkrete Tatsachen erkennen? Ich warte dringend auf den Impfstoff, damit wir wieder in ein neues bewussteres Leben starten können. Für die Menschen, die im Arbeitsleben stehen und jetzt massive Existenzsorgen haben, ist das eine besondere Katastrophe, aber was bedeutet es, wenn man weiterleben darf? Wie dankbar dürfen wir Rentner sein, auch wenn wir uns freiheitlich einschränken müssen. Eine allgemeine Rentenerhöhung finde ich angesichts der Sorgen und Nöte fast aller Arbeitnehmer nicht gerechtfertigt. Es gibt aber genug Rentner, die jeden Cent dringend benötigen. Deshalb wäre es gut, wenn zum Beispiel alle Rentner, die unter Euro 1000 Gesamtrente im Monat liegen, die Rentenerhöhung bekommen würden.

Potenzielle Überträger

Rudolf Strobel, Kolbermoor: Es dreht sich mir der Magen um, wenn ich die Bilder sehe, wie sich tausende Menschen, die schon gelockerten Vorgaben ignorieren und sich ohne vorgeschrieben Abstand oder Mundschutz auf den Plätzen drängen, um für ihre Grundrechte zu demonstrieren oder gar, um möglicht bald wieder Parties feiern zu können. Wissen sie nicht, dass Ärzte, Schwestern und Pfleger und viele Ungenannten bis zur totalen Erschöpfung und oft darüber hinaus – oft in Lebensgefahr – sich um Kranke und Sterbende kümmern? Wer gibt ihnen die Gewissheit, nicht selbst bald zu den Kranken zu gehören? Die Politiker, oft kritisiert, haben die schwere Verantwortung, zu entscheiden, das Richtige zu tun und keine falschen Entscheidungen zu treffen. Und da gibt es solche, die nur an sich denken. Wissen sie nicht, dass sie potenzielle Überträger sind? Haben sie keine Eltern, Kinder oder Verwandte, die von ihnen angesteckt werden können? Oder sind sie sicher, dass der Virus ausgerechnet sie verschont? Die Welt ist im Umbruch und erfordert neue Denkweisen. Toleranz ist eine davon. Aber anscheinend ist es nicht möglich, soweit zu denken.

Lehrer unter den Demonstranten

Rosemarie Fischer, Raubling: Eine Demo mit weit über 100 Personen sollte in Pandemie-Zeiten aufgelöst werden. Darüber gibt es für mich keine Diskussion. Dass sich unter den Demonstranten Lehrer befinden, die m Montag wieder in Schulen stehen, finde ich unverantwortlich. Wo bitte bleibt hier die viel strapazierte Aussage „Bayern hält zusammen“, wenn einzelne riskieren, viele anzustecken?

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