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OVB-Leserforum

Die Blockabfertigung am Grenzübergang Kiefersfelden erhitzt die Gemüter

Umweltschutz in Tirol, kilometerlange Staus in Bayern: Im Streit um die österreichische Blockabfertigung auf der Inntalautobahn bei Kufstein ist nach wie vor keine Lösung in Sicht.
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Umweltschutz in Tirol, kilometerlange Staus in Bayern: Im Streit um die österreichische Blockabfertigung auf der Inntalautobahn bei Kufstein ist nach wie vor keine Lösung in Sicht.

Die Blockabfertigung sorgt dieser Tage für Schlagzeilen – und erhitzt die Gemüter. Zahlreiche Leser haben sich zum Thema zu Wort gemeldet.

Leserbrief von Sepp Heller sen., Rosenheim

Ich hoffe, dass Frau Ludwig (CSU) endlich Gas gibt beim Thema Blockabfertigung. Verwundert bin ich nur darüber, dass sie Ministerpräsidenten Markus Söder nur schreibt. So eine wichtige Angelegenheit müsste doch persönlich und schnell besprochen werden. Der Brief landet wahrscheinlich in der untersten Schublade, sodass wieder nichts passiert. Bereits im Februar 2020 forderte ich in einem Leserbrief die Politik zum Handeln auf und gegen die willkürliche Blockabfertigung Tirols vorzugehen. Frau Ludwig sagt laut OVB-Heimatzeitungen im November 2020, dass gegen die Tiroler Blockabfertigung etwas unternommen werden müsste. Passiert ist aber bisher nichts.

Vor Kurzem forderte die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer die EU mittels Brief auf, eine Klage gegen Tirol beim Europäischen Gerichtshof einzuleiten. Bis dahin sollten wir den Tirolern mit gleichen Mitteln entgegenstehen: Blockabfertigung auf bayerischer Seite für Lkw aus Tirol kommend, Stau bis Innsbruck. Leserbriefschreiber Bernd Pusch gibt mir mit dieser Forderung recht. Sollte nicht schnell eine Lösung mit Tirol gefunden werden, dann werden die betroffenen Wähler bei der Landtagswahl 2023 ihre Antwort geben.

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Leserbrief von Claudia Eberhardt, Oberaudorf

Die Blockabfertigung auf der A93 Richtung Kufstein ist aus österreichischer Sicht ja ein Erfolg, wenn sie so oft durchgeführt wird. Dann wäre es doch gut, wenn wir, da wir ja jetzt eine zusätzliche Belastung der Umwelt haben durch die langen Wartezeiten, in denen die Lkw-Fahrer den Motor laufen lassen und die Lastwagen auch wieder zurückfahren, auch eine Blockabfertigung in Richtung Deutschland einführen. Dann wäre die Belastung wieder gerecht verteilt.

Lesen Sie zum Thema: Nach Hilferuf aus Rosenheim: Hubert Aiwanger knüpft wegen Lkw-Blockabfertigung Kontakt zu Tirol

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Leserbrief von Franz Baumann sen., Rosenheim

Die Maßnahmen des Tiroler Landeshauptmanns Platter sind teilweise nachvollziehbar. Er müsste jedoch fairnesshalber auch von seinen Europaabgeordneten die Rücknahme der Beschlüsse zur Senkung der Brennermaut fordern. Ebenso müsste dies Frau Ludwig unseren Europaabgeordneten nahelegen und von ihnen fordern. Meines Erachtens ist der Mautsenkungsbeschluss am Brenner der Hauptgrund für das enorm gestiegene Lkw-Aufkommen im Inntal. Von unserer Europa-Abgeordneten Frau Noichl hat man in der Richtung auch noch nie was gehört. Eine Rückverlagerung des Lkw-Verkehrs auf die anderweitigen Übergänge wie Gotthard-Tunnel ist dringend notwendig. Dies unabhängig von der Lkw-Verladung auf die Bahn, die beschleunigt werden müsste.

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Leserbrief von Franz Oberberger, Frasdorf

Ich verstehe Platter und seine grüne Stellvertreterin, wenn sie regelmäßig die Lkw-Schlangen durchs Tiroler Inntal einbremsen. Stöttner, Ludwig und Scheuer sollen nicht für die Spediteure jammern, sondern endlich dafür sorgen, dass diese andere Routen über Wien oder die Schweiz fahren. Solange sich aber jeder Rumäne oder Bulgare einen Lkw leasen kann und dann sein Geld auf unseren Straßen verdient, wird es nicht besser. Warum gehen eigentlich wir Deutschen nicht auf die Barrikaden, zum Beispiel in Oberaudorf oder Vogtareuth?

Lesen Sie zum Thema: Folge der Blockabfertigung? Nach schwerem Unfall auf A8 wird Klage gegen Land Tirol gefordert

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Leserbrief von Bernd Pusch, Rosenheim

Die Tiroler sagen, dass sie aus Gründen der Reinhaltung der Luft und aus Umweltgründen in gewissen Abständen nur eine gewisse Anzahl an Lkw durch das Inntal fahren lassen. Das kann man nachvollziehen. Wenn aber nun kilometerlange Lkw-Schlangen bei uns stehen und hier die Motoren laufen, haben eben wir das Problem.

Als ich während einer Blockabfertigung nach München gefahren bin, reichte der Stau um 10 Uhr morgens bis zur Autobahnausfahrt Holzkirchen – meist zweispurig. Kollegen erzählten, dass die Lkw auch auf der Autobahn vom Chiemsee kommend standen und die Nebenstraßen durch Nußdorf und Brannenburg total überlastet waren. Wa rum lassen wir uns das alles gefallen und reagieren nicht? Meiner Meinung wäre es ganz einfach: Wir machen auch an der Grenze Kiefersfelden eine Bockabfertigung – dann Richtung Deutschland.

Dann haben die Österreicher nämlich ein größeres Problem. Unsere Autobahn hat von München kommend drei Spuren, wobei zwei Spuren meist von den Lkw belegt waren. Bei gleichem Verkehrsaufkommen würde das bedeuten, dass in Tirol die Autobahn bis mindestens Innsbruck zu wäre und der Verkehr dann sicher auch auf den Bundesstraßen stehen würde. Vielleicht würde man dann mal in Tirol nachdenken und an gute Nachbarschaft denken.

Alle Termine zur Blockabfertigung bis Ende des Jahres.

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Leserbrief von Nikolaus Maier, Halfing

Die Trottel in Europa sind die deutschen Politiker. Solange Politiker für ihr Agieren gegen deutsche Interessen durch ihre Wiederwahl belohnt werden, wird sich daran auch nichts ändern. Die meisten deutschen Wähler schlafen weiterhin.

Ein Volk schafft sich nicht durch Intelligenz ab, sondern durch fehlende Intelligenz, und das schon seit Jahrzehnten. Merkel lässt grüßen.

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Leserbrief von Walter Schreiber, Feldkirchen-Westerham

Der Konflikt um die Blockabfertigung ließe sich schnell und sicher lösen. Seit längerer Zeit gibt es den Vorschlag der Korridormaut für das Inntal. Würde sie eingeführt, erledigte sich das Thema von selbst. Die Logistiker aus Nord und West würden den Umweg über Autobahnen A8 und A93 schnell vermeiden und ihre Lkw lieber auf der schnelleren Strecke über die hervorragend ausgebauten Autobahnen und durch die seit Langem fertigen Tunnels der Schweiz nach Italien schicken. Und das Problem Inntal wäre keines mehr. Nur: Die deutschen Verkehrsminister bauen lieber unsere Autobahnen weiter aus. Lkw-Parkplätze an der A8 sollen da helfen. Die Korridormaut würde unsere lobbyhörigen Politiker in große Probleme mit den Logistikern bringen, und Problemen gehen sie aus dem Weg – egal, auf wessen Kosten.

Die Tiroler haben also Recht mit ihren Maßnahmen. Ihren Inntalbewohnern ist geholfen. Etwas Mut würde unseren Politikern auch helfen. Aber darauf wartet man wohl vergebens. Nach dem Motto: Das haben wir schon immer so gemacht, das machen wir auch jetzt so.

Würden die Politiker dazu die Bahn durchs Inntal aus dem Dornröschenschlaf des vorigen Jahrhunderts wecken und gleis- sowie vor allem signaltechnisch auf den Stand der Technik von heute bringen, könnten sie die Milliarden) für eine Neubaustrecke sinnvoll ausgeben.

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