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OVB-Leserforum

Rechtsstreit zwischen Komikerin Amani und AfD-Politiker Winhart: Auf rechtem Auge blind

Zum Bericht „Amani geht lieber ins Gefängnis als zu zahlen“ (Regionalteil).

Leserbrief von Karl Haas, Bad Aibling.

Das Urteil gegen Amani ist im Kontext gesehen ein glattes Fehlurteil. Die im Vorfeld von Andreas Winhart gemachten Äußerungen sind in der Tat hetzerisch und rassistisch. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass diese Äußerungen zur Beobachtung Winharts durch den Verfassungsschutz führten. Es bleibt zu hoffen, dass er nach wie vor im Blickfeld des Verfassungsschutzes ist, wie die gesamte AfD. Das jetzige Urteil wird auch dadurch fragwürdig, weil die Ausführungen Winharts zu keiner Verurteilung führten. Es lässt den Schluss zu, dass hier ein oder mehrere Richter auf dem rechten Auge wieder einmal blind waren.

Lesen Sie zu diesem Leserbrief: „Bastard“, „Idiot“: Haftbefehl gegen Komikerin Amani – Das sagt Winhart zu den Beleidigungen

Politiker stehen in der Öffentlichkeit und haben sich deshalb in der Ausdrucksweise vernünftig zu verhalten. Tun sie das nicht, wie das bei den Rechtspopulisten der AfD seit Jahren der Fall ist, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie ihrerseits hart angegangen werden. Beleidigungen in der politischen Auseinandersetzung sind fehl am Platz. Aber wenn ich austeile, muss ich einstecken können.

Ich bin der Ansicht, dass unsere Demokratie schützenswert ist. Der Satz „wehret den Anfängen“ ist gerade in Deutschland richtig. Die AfD und ihre dunkelbraunen Führungskräfte dürfen nicht mit Glacéhandschuhen angefasst werden, sondern müssen im Sinne des genannten Mottos bekämpft werden, weil sie die Demokratie aushebeln wollen. Sie versuchen, sich zwar als bürgerlich darzustellen, sind es aber nicht.

Die Aussage Winharts, er und seine Frau seien massiv beleidigt worden, was ihn emotional tief getroffen habe, ist absolut unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Wer einer Partei angehört, die sich die Verbreitung von Hass, Hetze und auch Lügen auf die Fahne geschrieben hat, den trifft das überhaupt nicht.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/dpa Pool | Christian Charisius

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