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Lebensraum für Wölfefür immer verloren

Zur Berichterstattung zum „Tag des Wolfes“ (Bayern- und Regionalteil):

Laut Umfragen sind angeblich zwei Drittel der Befragten für die Ansiedlung des Wolfes in unserer „Zivilisationslandschaft“. Diese zwei Drittel kennen den Wolf wahrscheinlich nur aus dem Fernseher und dem Tierpark.

Von der Ansiedlung des Wolfes betroffen sind aber diejenigen, die etwas für unsere Umwelt tun, Schafe halten und Tiere weiden lassen, statt der Agrarindustrie zu dienen. Sie werden geradezu terrorisiert von Naturromantikern, die nicht verstanden haben, dass der Lebensraum für Wolf und Bär in unserer sogenannten Zivilisation unwiederbringlich verloren ist. Es ist abzusehen, dass sich der Wolf wie der Fuchs in Siedlungsgebieten aufhalten wird. Naturromantischer Egoismus ist es, diesen Tieren unsere Landschaft anzubieten wie einem Windhund eine Großstadtwohnung. Als Wolf würde ich die Karpaten dem Sudelfeld vorziehen.

Ähnlich ist es mit dem Biber, der gerade an den schönsten und mühsam gepflegten Orten jahrhundertealte Bäume zerstört und den Lebensraum von Baumbewohnern vernichtet.

Leider ist das Einspurdenken auf Kosten Betroffener nicht nur hinsichtlich der Umwelt, sondern in vielen Bereichen der Gesellschaft und Politik üblich geworden mit dem Verlust des Re spekts vor anderen Meinungen. Das ist einer der Nährböden für radikale Reaktionen, Einstellungen und Verhaltensweisen.

Eduard Rowedder

Eggstätt

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