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Lebensgefahr auf der Autobahn

Zum Bericht „Neun Verletzte bei Massenkarambolage“ (Lokalteil):

Zuallererst herzliche Kraft- und Genesungswünsche für die Verletzen dieser Tragödie. Viele wissen nicht, dass auch die Unfallkrankenhäuser staatlich kontrolliert werden und es nur unter unmenschlichen Erschwernissen (wenn überhaupt) ermöglicht wird, seine unfallverletzten Freunde zu besuchen. Ich schreibe hier ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit. Ich möchte offiziell darum bitten, dass auch auf andere Gefahren geschaut wird, die kein C im Namen tragen. Es gibt tatsächlich Tatsachen in unserem Leben, die wir durch Wahrnehmungseinengungen in Bezug auf Corona aus dem Blick verlieren. Ich fahre oft diese Strecke, kam 2021 öfter nach Hause mit der Ansage „Da draußen, da herrscht Lebensgefahr – und kaum einer schaut hin!“

Ich fahre bis Oberaudorf und kann auch die Landstraße nutzen, an Blockabfertigungstagen fahren regelmäßig 40-Tonner vor mir durch Neubeuern, durch Nußdorf neben den Kindern, die zur Schule radeln. Fahre ich auf der Autobahn, treffen dort mitunter völlig entnervte Trucker aufeinander. Diese Menschen machen ihren Job, haben verderbliche Lasten an Bord oder zwingende Ladetermine.

Schert einer aus oder spinnt, droht auch auf einer dreispurigen A 93 schnell Lebensgefahr. Denn diese „Autobahn“ besteht oft über 40 Kilometer aus einer Einspurbahn, ähnlich einer Fahrt durch einen Tunnel. Am 15. Dezember 2021 gab es baustellenbedingt eine verkürzte Auffahrt an der Auffahrt Rosenheim West, wie aus dem Nichts steht vor mir ein Truck mit Anhänger auf der (kurzen) Einfädelspur, den keiner auf die A 8 reingelassen hat. Hochdramatische Verkehrslage! Später gab es dann den passenden Unfall dazu auf der A 93. Stundenlanger Stau, aus Frust über untragbare Zustände.

In 2021 gab es einen Volksentscheid mit Tausenden Unterschriften, schon damals hatte ich die Gefahren geschildert. Passiert ist – außer einer Erhöhung der Dossiertage auf etwa 45 in 2022 – nichts.

Kathrin Eckl-Köhler

Rohrdorf

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