Landesausstellung: Kirche sollte sich an Kosten beteiligen

Zur Berichterstattung über den neuen Standort Freising für die Landesausstellung 2024 (Bayernteil):

Unter dem Foto des Generalvikars Christoph Klingan, der mit Kultusminister Bernd Sibler gerade einen teuren Vertrag zulasten der bayerischen Bevölkerung unterschreibt (Ausstellung 1300 Jahre Heiliger Korbinian, 2024) steht zu lesen: „Würdige Kulisse auf dem Domberg.“

Damit die Finanzierung für den Steuerzahler etwas unklarer wird, findet zeitgleich die Bayerische Landesausstellung unter dem Titel „Bayern in Freising“ statt. Natürlich fehlt die Angabe, ob die katholische Kirche sich an den Kosten beteiligt. Es geht um Grundsätzliches: Seit Jahrzehnten wird berichtet, dass das eine oder mehrere der rund 46 000 Kirchengebäude in der Bundesrepublik plus 10 000 Verwaltungsgebäude unterschiedlichster Nutzung im Kircheneigentum renoviert werden müssen. Mit welchem Recht muss der Bürger für dies Privateigentum aufkommen, zumal im Grundgesetz steht, dass Kirche und Staat getrennt voneinander sind? Die Kirchen verfügen zusätzlich über viele 100 Milliarden Euro Vermögen – auch noch steuerfrei!

In Zeiten, in denen der Staat Billionen-Kredite wegen Corona aufnimmt, muss der Konkordats-Vertrag völlig neu festgelegt werden, um die Lasten gerecht zu verteilen. Der Papst beschwört beispielsweise eindrucksvoll das Leid von Millionen Flüchtlingen! Was hindert ihn, für neue Lager 250 Millionen aus der Portokasse zu spenden? Zuletzt meldeten die OVB-Heimatzeitungen, dass die zehn reichsten Deutschen rund 180 Milliarden Euro besitzen. „Christlich“ wäre es, wenn diese Milliardäre „den Zehnten“ für Flüchtlinge berappen müssten, das wären 18 Milliarden von nur zehn Personen. Aber bitte, nicht freiwillig, sondern zwangsweise!

Matthias Fuchs

Waldkraiburg

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