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E-Ladeinfrastruktur wird zurbelastenden Fehlentwicklung

Eine Pkw-Ladesäule steht in der Münchner Innenstadt.
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Eine Pkw-Ladesäule steht in der Münchner Innenstadt.

Zu den Berichtern über den Ausbau der Elektromobilität (Politikteil):

Der Staat bemüht sich um die Mobilitätswende und fördert E-Autos unter anderem durch Unterstützung beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Eine Million Ladepunkte hat sich die Regierung fürs Erste vorgenommen. Den Auto-Herstellern ist das nicht genug. Zudem geht es ihnen viel zu langsam.

Nun gibt auch Mercedes bekannt, wie schon Tesla eine eigene weltweite Ladeinfrastruktur aufbauen zu wollen. Andere werden folgen. Wie muss man sich das vorstellen? Drängen sich künftig in unserem sowieso schon eng bemessenen Verkehrsraum bald auch noch tausende Hersteller-Ladesäulen? Neben der öffentlichen Säule also die Tesla-, Mercedes- oder Sonstwie-Säule? Manche vielleicht sogar mit Exklusiv-Rechten oder rabattierten Preisen für die eigene Marke versehen?

Tesla hat es mit seinem Super-Charger vorgemacht, für den man einen speziellen Stecker benötigt und dessen Ladestrom für Fremdmarken viel teurer als für die eigene Marke ist.

Dabei ist durchaus nachvollziehbar, dass sich Auto-Hersteller auch um die Lade-Technologie kümmern. Das simple Pump-System einer Treibstoff-Tankstelle bietet keine Innovationsansätze und blieb den Treibstoff-Herstellern wie Esso oder Shell. Wer sich aber im E-Wettbewerb absetzen oder Zusatznutzen generieren will, darf diesen Bereich offenbar nicht unbesetzt lassen.

Die herstellerfixierte E-Ladeinfrastruktur könnte sich jedoch für die Allgemeinheit als belastende Fehlentwicklung erweisen. Man sieht den Wildwuchs schon kommen, denn wer Tesla eine Säule genehmigt, kann sie Mercedes-Benz kaum versagen, selbst wenn es eng wird. Die Politik könnte der Täuschung erliegen, damit die erforderliche Infrastruktur für CO2-arme Mobilität geschaffen zu haben – und mehr Suchverkehr nach der eigenen Säule entsteht auch.

Norbert Vogel

Schechen

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