Kritik am Aus für Landwirtschaftsschule

Zum Thema Geplante Schließung der Landwirtschaftsschule in Töging (Lokales):

Offensichtlich versucht unsere Reichenhaller Gastwirtstochter – ihres Zeichens Landwirtschaftsministerin – im Corona-Windschatten die desaströse, heuchlerische und zynische Landwirtschaftspolitik im Sinne der jahrzehntelangen Tradition der C-Parteien konsequent weiterzuführen. Das bedeutet, vermeintlich diplomatisch, aber leider dennoch plump und stümperhaft: Industrie, Wirtschaft, Spekulanten und anderen Wirtschaftskriminellen das Wort zu reden. Das Ruinieren mittels manipulierter, statistischer Grundlagen eines lebensnotwendigen Teiles ihres Ausbildungssystems wird darin enden, unsere Landwirtschaft wirkungsvoll und nachhaltig, quasi von unten her auszutrocknen.

Es dürfte klar sein, dass vor allem potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger kleinerer Höfe das Angebot einer regionalen, hoch qualifizierten Weiterbildungsmöglichkeit in Anspruch nehmen. Die Aussicht, zukünftig täglich fünfzig oder hundert Kilometer zur nächsten Landwirtschaftsschule über Land zu karren, ist bestens dazu geeignet, wieder vielen kleineren Höfen die Chance auf eine qualifizierte Nachfolge zu entziehen. Das heißt: Ziel erreicht! „Bauern das Genick brechen“ bedeutet: Mittelfristig werden Flächen für Autoindustrie (Mobilitätswahn), Flächenfraß durch Bebauung, industrielle Landwirtschaft (Strukturwandel) und viele andere systemrelevante Projekte frei. Nicht weniger deprimierend als die „schwarze“ verantwortungslose Landwirtschaftspolitik ist die Tatsache, dass unsere Standesvertretung (BBV) infolge lukrativer Verflechtungen mit der Bundesdeutschen heiligen Kuh (Industrie und Wirtschaft) mit Untätigkeit glänzt.

Josef Schußmüller

Au am Inn

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