Konzerninteressen

Zur Berichterstattung über die Pläne für den Brenner-Nordzulauf im Regionalteil:

Die befürchtete Zerstörung des Inntals durch den gesamteuropäischen Warenverkehr Bahn und Lkw zeigt deutlich, dass den Politikern nichts am Wohl des Volkes liegt. Die Achtung vor der Natur gibt es nicht mehr und damit auch nicht den Gedanken an die Gesundheit und Existenzgrundlage vieler Menschen, die durch dieses Großprojekt in einem engen Tal zerstört würden. Nach Fachleuten sei die Modernisierung der bestehenden Gleisanlage ausreichend und kein weiterer Schienenstrang nötig. Aber vermutlich ist eine Gleisbaufirma schon in Wartestellung auf den Auftrag und für die Kosten müssen ja nicht die Politiker und Bahnmanager aufkommen, sondern die Steuerzahler. Das wäre ein Fall für den Bundesrechnungshof, aber bitte vor Beginn des Baus – nicht erst dann, wenn die Kosten schon ins Uferlose gestiegen wären.

Es drohen Grundstücksenteignungen. Wie viele Hektar Baumbestand würden entfernt werden? Abzusehen ist, dass die sogenannte chinesische Seidenstraße hier durchführen würde und das zum Teil über die Hausdächer und somit über die Köpfe der Bewohner hinweg. Wann wird die politische Klasse einsehen, dass ein nicht endendes Wirtschaftswachstum die Lebensgrundlagen zerstört. Die Konzerne bestimmen die Politik, kaum die Regierungen. Was sagt Söder dazu? Ich habe noch nichts gehört.

Rosemarie Rindle

Neubeuern

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