Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Klimawandel erfordert Sofortprogramm

Starkregenereignisse häufen sich, auch in Deutschland: In Bad Neuenahr in Rheinland-Pfalz haben vor drei Wochen Überschwemmungen massive Verwüstungen angerichtet.
+
Starkregenereignisse häufen sich, auch in Deutschland: In Bad Neuenahr in Rheinland-Pfalz haben vor drei Wochen Überschwemmungen massive Verwüstungen angerichtet.

Zu „Können wir den Klimawandel noch stoppen?“ (Leserbriefe) und zum Kommentar zum Klimaschutz-Sofortprogramm der Grünen von Alexander Weber (Politikteil):

Trotz aller Bemühungen, will es mir einfach nicht gelingen, die Argumente in den Leserbriefen nachzuvollziehen. „Klimawandel gab es schon immer – das haben wir bereits in der Schule vor über 40 Jahren (!) gelernt!“ „Die Chinesen tragen maßgeblich zum Klimawandel bei und müssen als mitverantwortlich genannt werden“ „Es wäre besser, das Geld statt für die Umstellung in die Elektromobilität in vernünftige Hochwasserpolitik zu investieren“ und anderes mehr. Einige der Schreiber sind der Meinung, der vom Menschen verursachte Klimawandel sei nicht mehr aufzuhalten. Ein nicht wirklich konstruktiver Beitrag zur Lösungsfindung, will ich meinen. Deshalb fehlt es mir auch gänzlich an Vorstellungskraft, wie diese Verfasser zwar öffentlich solche Meinungen vertreten können, aber im täglichen Leben (hoffentlich!) wenigstens ihren Wertstoff zu den entsprechenden Sammelstellen bringen. Und wie erklären sich wohl die dortigen Verfasser gegenüber ihren Kindern und Enkeln, wenn sie von ihnen gefragt werden, was deren ganz persönlicher Beitrag war/ist, den Klimawandel zu stoppen? Nun, aufgrund der eben zitierten Äußerungen ist zu befürchten, dass trotz aller Vorkommnisse in der jüngsten Zeit noch nicht wirklich alle verstanden haben, dass wir in einem geschlossenen System mit begrenzten Ressourcen leben und somit jede unserer Handlungen Konsequenzen mit sich bringt. Deshalb darf sich jeder Einzelne von uns angesprochen fühlen, etwas für den Klimaschutz zu tun, anstatt auf andere bei der Verursachung, aber auch bei der Lösung des Problems zu verweisen. Denn eine Tatsache ist hoffentlich unbestreitbar: Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geschenkt bekommen, sondern leihen sie für unsere Kinder!

Heiko Mehlhart

Prien

Fast jeder redet vom Klimawandel und dass wir dringend was dagegen tun müssen. Durch die Katastrophenmeldungen aus der ganzen Welt wird uns das noch dringender gemacht. Es ist wohl allen bekannt, dass die Sahara einmal grün war, Teile des Mittelmeers einmal trocken lagen, durch die zur Zeit abschmelzenden Gletscher Bäume freigesetzt werden. Auch wissen wir, dass das Rosenheimer Becken durch abschmelzende Gletscher entstanden ist, dass bei uns Wein angebaut wurde (Warmzeit etwa 950 bis 1250), dass eine „kleine Eiszeit“ vom Ende des 13. bis ins 19. Jahrhundert gedauert hat, wo dauernde Missernten und Unwetter üblich waren (Hochwassermarken in Passau 1501 und auch anderswo.) War das nicht auch schon Klimawandel? Da hat es noch keinen Auto- und Flugverkehr gegeben! Keine Fabriken! Die Menschen damals waren noch viel abhängiger vom Klima, als wir heute. Klimawandel war immer schon und wird immer sein, genauso wie sich auch die Flora und Fauna immer schon geändert haben und sich weiter ändern werden, auch wenn sich der Mensch noch so anstrengt, Gott ins Handwerk zu pfuschen.

Christine Demberger

Rosenheim

Da hat Herr Weber aber einiges gründlich missverstanden, wenn er das von den Grünen vorgeschlagene Klimaschutzministerium mit einer Verbots-Politik gleichsetzt. Wer soll denn da etwas verboten bekommen? Es geht doch nur da rum, alle zu beschließenden Regelungen der Regierung auf ihre Klimarelevanz abzuklopfen und erforderlichenfalls zu verbessern. Und das ist angesichts des allenthalben sichtbaren, fortgeschrittenen Klimawandels das Gebot der Stunde. Wa rum ziehen wir sonst Kinder auf und hinterlassen ihnen dann eine derartige Sauerei? Ursache sind doch die falschen politischen Weichenstellungen von Ministern wie Peter Altmaier (CDU). Das Umsteuern ist nun so dringlich und existenziell, dass man an einer „Absolutsetzung“ dieses Themas mit oberster Priorität nicht mehr vorbeikommt, wenn man die Katastrophe verhindern will. Neueste Meldungen besagen, dass unser Golfstrom im Atlantik aufgrund der Klimaerwärmung am Nordpol zum Erliegen kommt. Da brauchen wir uns über den kalten, verregneten Sommer mit Sturzregenereignissen nicht wundern, wenn unsere Warmwasserheizung in der Nordsee nicht mehr funktioniert. Ein Sofortprogramm ist unverzichtbar: Investitionen und Förderungen nur noch für klimaunschädliche Maßnahmen und Produkte, damit die Industrie für diese Wirtschaftsweise fit und konkurrenzfähig wird, bevor uns die Amerikaner auch in diesem Bereich wieder überholen. Und über den CO2-Preis als Steuer für alles den wahren Preis, sozial abgefedert durch eine Ausschüttung an alle, die sich das nicht leisten können, so wie das die Grünen fordern!

Lorella Sbardellotto

Bernau

Kommentare